Fußball : Noch keine Unruhe beim TuS

Die 2:4-Niederlage am Sonntag beim SC-West war für den Fußball-Landesligisten TuS Grevenbroich bereits das fünfte Spiel in Folge ohne Sieg. Die Tabellenspitze droht, aus dem Blick zu geraten.

Als der TuS Grevenbroich 2006 aus der Fußball-Verbandsliga abgestiegen war, dauerte es nicht lange, bis der Traum geboren war, spätestens bis zum Jahr des 100-jährigen Bestehens in die Klasse über der Landesliga zurückgekehrt zu sein.

Weil der TuS aber in der vergangenen Spielzeit in der Rückrunde mächtig schwächelte, wurde daraus 2011 nichts. Und auch in der laufenden Saison drohen die ambitionierten Grevenbroicher nach der fünften Partie in Folge ohne Sieg, den Anschluss an die Tabellenspitze zu verlieren.

Vorläufiger Tiefpunkt der negativen Entwicklung war am Sonntag das 2:4 im Topspiel beim SC Düsseldorf-West, als die Schloss-Städter in Gestalt von Toni Fernandez, Stephan Volk und David Dygacz nicht nur auf drei wichtige Akteure verzichten mussten, sondern wegen einer Roten Karte für Tayfun Kula fast 80 Minuten in Unterzahl agierten und auch noch einen Elfmeter verschossen.

"Zurzeit fehlt uns eben das Glück, das man braucht, um ganz oben mitzuspielen", sagt TuS-Coach Jörg Ferber, der angesichts von fünf Punkten Rückstand auf Primus Remscheid und Platz sieben aber noch nicht unruhig wird. "Wenn wir immer hoffnungslos unterlegen wären, müsste ich mir sorgen machen", erklärt Ferber, "aber wir sind in der Regel die bessere Mannschaft, nutzen unsere Chancen aber nicht konsequent genug."

Weniger Treffer als der TuS haben nur sechs Mannschaften erzielt. Die schon vergangene Saison chronische Abschlussschwäche sollte der aus Spanien zurückgekehrte Toni Fernandez beenden, doch auch der konnte in zehn Spielen bislang erst viermal treffen.

Gegen West fehlte der inzwischen 33-Jährige wegen Rückenbeschwerden. Aus demselben Grund war er auch ein paar Tage davor nicht im Kreispokal gegen den Ligakonkurrenten SV Uedesheim dabei, trotzdem siegte der TuS 1:0. "Das zeigt, dass wir auch gegen Topteams gewinnen können. Deswegen sehe ich unsere Bilanz auch gar nicht so negativ", meint Ferber, der mit seinem Team nach sechs Spieltagen noch an der Tabellenspitze stand.

Dass die aktuell ein ganzes Stück entfernt ist, ist auch für den Sportlichen Leiter Herbert Clemens kein Grund, in Panik zu verfallen. "Wenn die Mannschaft so konsequent weiterarbeitet, stellt sich der Erfolg automatisch wieder ein", meint Clemens, der überhaupt nichts von einer Trainerdiskussion hält: "Jörg leistet gute Arbeit."

Doch auch er weiß, dass die Mannschaft langsam wieder anfangen muss zu punkten. Nach einem spielfreien Wochenende am besten schon im Kreisderby im eigenen Stadion gegen den SV Uedesheim.

(NGZ)