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Korschenbroich: Noch kein Betreiber für Senioren-Residenz

Korschenbroich : Noch kein Betreiber für Senioren-Residenz

Stadtplanungsamt und Bauhof dürfen abgerissen werden. Baugenehmigung ist noch in der Prüfung.

Im Herbst will die Janßen Grundstücksgesellschaft (JGG) mit dem Bau der geplanten Senioren-Residenz zwischen Friedrich-Ebert-Straße (L 381) und Bahnlinie beginnen. Doch bis die Bremer Eigentümerin durchstarten kann, gibt es noch einiges zu tun. "Wir haben heute die Abrissgenehmigung erhalten", erklärte JGG-Geschäftsführer Björn Claus gestern auf Anfrage. Die Erlaubnis gilt ab 30. September. Björn Claus geht davon aus, dass dann auch zeitnah die Abrissbagger auf dem 8000 Quadratmeter großen Grundstück anrollen. "Sobald wir die Gebäude von der Stadt Korschenbroich übergeben bekommen, kann es losgehen."

Die Bremer Eigentümerin, die in Korschenbroich rund 27 Millionen Euro investieren will, wartet noch auf die Baugenehmigung für die geplante Residenz mit Pflegeheim und Senioren-Appartements. "Der Bauantrag liegt uns vor und befindet sich in der Prüfung", erklärte gestern Amtsleiter Dieter Hoffmans zum aktuellen Verfahren. "Wir müssen uns um die Schalltechnik kümmern und schauen, ob die vorgeschriebenen Lärmrichtwerte unter anderem bei dem Fenstereinbau und den Fassaden auch eingehalten werden." Aber nicht nur die Stadt, auch der Landesbetrieb Straßen NRW ist gefordert. "Um die Baustellenabwicklung möglichst störungsfrei umsetzen zu können, sollte der Lkw-Verkehr direkt auf die Landesstraße 381 münden." Für Hoffmans ist die Ampelphase an der Kreuzung Hindenburgstraße/L 381 zu kurz, um den kompletten Baustellenverkehr über die Nebenspur zu leiten. Er schlägt vor, die Lastwagen sowohl in der Abrisszeit als auch in der späteren Bauphase direkt für die Hauptfahrbahn zu führen. Dazu müsse lediglich die Leitplanke geöffnet werden. Ob sich damit auch das Tempo für den Verkehr auf der L 381 verändert, vermochte der Amtsleiter nicht zu sagen: "Das ist Sache des Landesbetriebes."

Welcher Betreiber künftig in der Senioren-Residenz Verantwortung übernimmt, ließ Björn Claus gestern noch offen. "Die Verhandlungen sind abgeschlossen. Es muss nur noch der Mietvertrag unterzeichnet werden." Für den Zeitverzug macht Claus die Schulferien verantwortlich. Doch bis die Bagger kommen, soll der Betreibervertrag auf jeden Fall unterzeichnet sein.

(NGZ)