Lokalsport : Nippes kommt, Henkel geht

(-vk) Beim letzten "Spielertausch" - Adrian Pfahl nach Gummersbach, Denis Zakharov an den Höhenberg - ist der TSV Dormagen böse auf die Nase gefallen, denn bei seinem vierminütigen Kurzeinsatz gegen Minden stellte der russische Linkshänder einen Tag nach seinem 25. Geburtstag erneut unter Beweis, dass er in der Bundesliga überfordert ist.

Jetzt hoffen die Dormagener Verantwortlichen, dass sie beim nächsten "Spielertausch" mehr Glück haben: In Person von Junioren-Nationalspieler Kristian Nippes (21) kommt nämlich ein neuer Linkshänder vom Zweitligisten Bergischer HC, im Gegenzug verlässt jedoch Tim Henkel den TSV und schließt sich den Bergischen an.

"Einen Schritt, den wir zwar respektieren, aber gleichzeitig sehr bedauern, schließlich hat er sich in den zwei Jahren sehr gut entwickelt. Wir haben aber auch viel in ihn investiert", erklärten der Sportliche Leiter Uli Derad und Trainer Kai Wandschneider übereinstimmend mit Blick auf den 21 Jahre alten Rechtsaußen, der vor zwei Jahren vom Regionalligisten HSG Nieder-Roden an den Höhenberg gekommen war.

In die Fußstapfen seines im März verstorbenen Nationalmannschaftskollegen Sebastian Faißt soll Kristian Nippes treten. "Ich weiß, dass das auch in psychologischer Hinsicht nicht einfach wird", sagt Nippes, der deshalb auch lange überlegt hat, ob er diesen Schritt tun soll: "Aber in der ersten Liga zu spielen ist für mich die logische Fortsetzung meines bisherigen Weges", sagt der 21-Jährige, der trotz des höherklassigen Engagements eine Polizeiausbildung absolvieren möchte.

Seine handballerische Zukunft sieht Kristian Nippes im Rückraum: "Mein Ziel ist es, mich auf der Halbposition durchzusetzen", sagt der Linkshänder, "wenn mich der Trainer aber auf Rechtsaußen braucht, spiele ich auch da." Beim BHC war das in dieser Saison der Fall.

(NGZ)