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Nils Schomber flirtet bei Heim-WM in Berlin mit Platz auf dem Treppchen

Radsport : Das Olympia-Ticket ist fast sicher

Ein Platz unter den besten Acht reicht bei der Heim-WM in Berlin auf jeden Fall.

Offiziell ist noch nichts, doch das deutsche Team für die Mannschaftsverfolgung bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio vom 24. Juli bis zum 9. August steht. Auf der Radrennbahn im Izu Velodrome werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Theo Reinhardt, Domenic Weinstein, Felix Groß, Leon Rohde und Nils Schomber an den Start gehen.

Allerdings haben die Schützlinge von Bundestrainer Sven Meyer das Ticket noch nicht (ganz) in der Tasche. Auch darum ist die am Mittwoch beginnende Heim-WM in Berlin von herausragender Bedeutung. Das ist auch Schomber bewusst. Die Lage schätzt er so ein: „Dänemark und Australien machen den WM-Titel unter sich aus – mit Weltrekord. Dahinter ist alles eng beisammen. Da können auch wir um Platz vier, vielleicht sogar um eine Medaille mitfahren.“

Für Olympia ist ein Platz auf dem Treppchen freilich gar nicht unbedingt nötig. „Nur die Franzosen könnten uns noch gefährden“, weiß Schomber, „allerdings müssten die in Berlin schon Weltmeister werden, was sehr unwahrscheinlich ist. Wenn das geschieht, müssten wir mindestens Rang acht belegen.“ Das sollte machbar sein, obschon der Neusser nicht auf den Heimvorteil baut. „Die Bahn ist nicht so speziell – es geht halt immer links herum.“ Er kennt das 12.000 Zuschauern Platz bietende Velodrom im Ortsteil Prenzlauer Berg (Bezirk Pankow) recht gut, hier fanden im vergangenen Jahr (31. Juli bis 4. August) die 133. Deutschen Meisterschaften im Bahnradsport statt, bei denen sich Schomber mit Theo Reinhardt, Felix Groß und Leon Rohde (alle  rad-net Rose Team) den Titel holte.

Vor den Weltmeisterschaften in der Bundeshauptstadt zeigt sich der ohnehin nicht zur Hektik neigende 25-Jährige daher ausgesprochen gelassen. „Wir kennen hier alles, sind sogar im gleichen Hotel untergebracht wie bei den Deutschen Meisterschaften im Sommer. Das alles ist irgendwie Normalität für uns.“ Für die nötige Unterstützung sorgen ab Mittwoch die Familie und Freundin Magali Matzner.