Fußball : Nievenheim von Sorgen geplagt

In der Fußball-Landesliga steht Mittwochabend das erste Kreisderby der noch jungen Saison auf dem Programm. Tabellenführer SV Uedesheim tritt vorgezogen beim ordentlich gestarteten Aufsteiger VdS Nievenheim an.

Für Varol Besikoglu kommt das Kreisderby in der Fußball-Landesliga gegen den SV Uedesheim zu einem unpassenden Zeitpunkt. Nicht weil die Partie wegen des Schützenfestes am Wochenende in Uedesheim auf heute Abend (19.30 Uhr) vorverlegt wurde, sondern weil den Trainer des Aufsteigers VdS Nievenheim zahlreiche Sorgen umtreiben.

Die Gastgeber haben zwar mit zwei Siegen und einer Niederlage als Liganeuling einen ordentlichen Start erwischt, doch gerade das mit 2:4 verlorene Heimspiel gegen den SC Düsseldorf-West hat Nievenheims aktuelle Probleme geballt zutage treten lassen. Haarsträubende Patzer in der Defensive gepaart mit einer schwachen Quote in der Chancenverwertung. "Wer sich in der Abwehr solche individuellen Fehler leistet, der kann nicht gewinnen", betont Besikoglu.

Die Bilanz von bislang sieben Gegentoren spricht eine klare Sprache. Im gestrigen Training wollte der Coach noch mal das Gespräch mit den Spielern suchen, doch die Abwehrarbeit wird heute noch dadurch weiter erschwert, dass ein wichtiges Glied aus der Vierer-Abwehrkette herausgebrochen ist. Kapitän und Routinier Marc Schüttler musste gegen den SC-West wegen Leistenproblemen ausgewechselt werden und steht nicht zur Verfügung.

Helfen könnte den Nievenheimern, wenn eine Steigerung der Chancenverwertung. Sieben Treffer aus drei Spielen hört sich zwar nicht schlecht an, aber es hätten mehr sein müssen. "Sa" Franciamore, der vorige Saison 25 Tore erzielte, fehlt verletzt. Bei ihm wurde jetzt ein Innenbandriss im Knie diagnostiziert, womit er acht bis zehn Wochen ausfällt. Stürmer Markus Paffendorf konnte noch nicht an die Form der Aufstiegssaison anknüpfen. Markus Senft steht als Alternative nicht mehr zur Verfügung, der Angreifer ging nach Uedesheim.

"Ich denke, er wird besonders motiviert sein. Was aber sicher auch für Lukas Koziatek gilt, der von uns nach Nievenheim wechselte", erklärt SVÜ-Coach Ingmar Putz, der hofft, nach einer Viruserkrankung heute wieder an der Seitenlinie stehen zu können. Auch ihm ist freilich nicht verborgen geblieben, dass die Hausherren derzeit in der Abwehr ihre liebe Not haben, während seine Mannen erst ein Tor kassierten. Deswegen hat er auch vor, seine Startelf so zu verändern, dass mögliche Schwächen besser genutzt werden können.

Davon, das vieles für die Gäste spricht, lässt sich VdS-Coach Besikoglu aber nicht verrückt machen: "Wir sind bislang in allen Spielen nach schwierigen Phasen zurückgekommen. Meine Mannschaft hat einen unbändigen Willen." Und wenn sie den auch heute zeigt, war der Zeitpunkt für das Kreisderby vielleicht doch nicht der falsche.

(NGZ/rl)