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Fußball-Landesligst: Nicht logisch, aber erfolgreich

Fußball-Landesligst : Nicht logisch, aber erfolgreich

Von David Mayer

Von David Mayer

Fußball und Logik, das passt nicht immer so ganz zusammen. Den jüngsten Beweis dafür liefern die letzten Spiele des Fußball-Landesligsten 1. FC Grevenbroich-Süd: Nachdem die Südler in den ersten drei Spielen mit Marc Roch auf der Trainerbank spielerisch glänzten, jedoch unnötig Punkte abgaben, wechselten sie im Heimspiel gegen den Düsseldorfer SC 99 ihre Strategie: Zwar bot der FC laut Roch "die schlechteste Spielhälfte seit ich hierTrainer bin". Dafür gewannen die Hausherren jedoch mit 4:2 (0:1).

Dies war allerdings auch bitter nötig, um das Projekt "Verlassen der Abstiegsregion" zu starten. Unerklärlich blieb, warum Rochs Mannschaft gegen die abgeschlagenen Schlusslichter aus Düsseldorf in längst überwunden geglaubte Verhaltensmuster zurückfiel. So wackelte die zuletzt noch sattelfeste Abwehr vor allem in der ersten Hälfte einige Male ganz gehörig. Davon profitierte in der 23. Minute SC-Stürmer Soufian Yasir als er einen Querpass von Marcel Gans ins Tor drosch.

Auch vorne lief in den ersten 45 Minuten nicht viel zusammen. "Uns hat einfach das Feuer gefehlt", beschrieb Roch die Offensiv-Bemühungen seines Teams. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, in der Kabinen-Predigt flugs aus der Not eine Tugend zu machen und seinen Spielern zu verraten, dass "man nicht immer gut spielen muss, um zu gewinnen".

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Von dieser Idee sichtlich angetan, kämpften sich die Südler zurück ins Spiel. Die bei erhöhtem Tempo heillos überforderten Düsseldorfer mussten mit ansehen, wie zuerst Christian Mausberg per Kopf den Anschlusstreffer erzielte (57.) und wie wenig später Jörg Gartz aus 20 Metern der Treffer des Tages gelang (63.). Etwas überraschend schafften die Gästen den Ausgleich durch Tim Klöpfer, dem die FC-Abwehr freie Bahn gewährt hatte (68.) In den letzten zehn Minuten fanden die Südler in SC-Keeper Martin Scholz einen unfreiwilligen Verbündeten.

Nach dem ersten Treffer des eingewechselten Sinisa Spasovski zum 3:2 trug Scholz seinen Abseits-Verdacht etwas zu deutlich vor und wurde dafür mit der Gelben Karte bestraft. Wenig später foulte er dann Tobias Willkomm und musste sich mit Gelb-Rot sowie einem Elfmeter für den FC verabschieden. Spasovski verwandelte sicher zum Zweiten (84).

(NGZ)