Handball : NHV erwartet das Schlusslicht

Trainer René Witte fordert vor der Partie gegen den Tabellenletzten Hamborn höchste Konzentration.

Vom Papier her ist die Sache eigentlich klar. Hier der Tabellenführer und frisch gebackene Pokalsieger, dort der Tabellenletzte, der in den vergangenen fünf Monaten nur einen einzigen Sieg einfahren konnte. Allerdings gibt es da ja immer noch Rene Witte.

Der Trainer der Oberliga-Handballer des Neusser HV ist nicht nur für seine akribische Vorbereitung auf jeden Gegner bekannt, sondern vor allem auch dafür, seine bislang so erfolgreichen Mannen immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen.

So sagt er vor dem Spiel am Sonntag (16.30 Uhr/Hammfeldhalle) gegen die SF Hamborn: "Die brauchen jeden Punkt gegen den Abstieg und haben sicher nichts zu verschenken. Ich rechne mit einem ganz engen Spiel." Das liegt zum einen daran, dass in Kim Neuenhofen, Jens Todtenhöfer, Kai Funke (alle Grippe) und Simon Schlösser (Rückenprobleme) gleich vier NHV-Spieler angeschlagen in die Partie gehen.

Und weil der kommende Gegner seit der Winterpause eine Kooperation mit dem OSC Rheinhausen hat, rechnet Witte mit bis zu vier Spielern Verstärkung von oben. "Wenn die mit vier Drittligaspielern kommen, ist das ein anderes Spiel", weiß der Trainer, dessen Team durch die geänderten Hallenzeiten in den Osterferien ohnehin "nicht die beste Vorbereitung" hatte.

Dass seine Truppe nach den anstrengenden Wochen mit Spitzenspielen gegen die Bergischen Panther und in Essen sowie dem Pokalfinale aber zumindest etwas zur Ruhe kommen konnte, tat ihr sichtlich gut. "Für uns ist das wie ein Neustart. Wir haben Kräfte gesammelt und sind motiviert für die letzten vier Spiele," sagt Witte.

Wichtig sei es allerdings, jedes Spiel für sich zu betrachten und das Hamborn-Spiel nicht schon vorher abzuhaken. "Jeder erwartet vom Tabellenführer, dass er den Letzten schlägt. Und das ist auch berechtigt. Aber dafür müssen wir konzentriert an die Sache herangehen," fordert der NHV-Trainer.

(f95)