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NEW' Elephants treten beim Schlusslicht ETB Wohnbau Miners in Essen an

Basketball : Elephants! Wenn nicht jetzt, wann dann?

Die in der Liga seit acht Partien sieglosen Basketballer aus Grevenbroich treffen auf Schlusslicht ETB Wohnbau Miners.

Nur noch zwei Spiele für die NEW’ Elephants in ihrer Horror-Saison in der Basketball-Regionalliga – am Samstag beim Schlusslicht ETB Wohnbau Miners sogar eins, das die in der Liga seit acht Spielen sieglosen Grevenbroicher tatsächlich gewinnen könnten. Noch mehr als die sportliche Talfahrt belastet die Elephants indes die permanente Beschäftigung mit den finanziellen Altlasten. Und das schlägt Manager Hartmut Oehmen zusehends aufs Gemüt: „Klar, das muss gemacht werden, aber diese Buchhaltungsfragen rauben dem Verein jegliche Aufbruchstimmung,  Ideen und Emotionen.“

Noch viel härter hat es freilich die ETB Wohnbau Miners erwischt: In der Saison 2016/17 spielten die Essener noch in der zweithöchsten Liga (Pro A), 2019 stieg der inzwischen insolvente Klub aus der Ruhrgebietsmetropole auch aus der Pro B ab. Nicht besser erging es den Miners in der Regionalliga: Die spanische Trainerin Iria Uxía Romarís Durán blieb nur bis Ende Oktober im Amt,  danach übernahm auf Interimsbasis der Sportliche Leiter Björn Barchmann, der im Januar von Dhnesch Kubendrarajah abgelöst wurde. Gebracht hat das nichts: Die Miners, die nur eines ihrer bislang 24 Spiele gewinnen konnten, stehen bereits seit Monaten als Absteiger fest.

Im Grunde genommen treffen am Samstag (19.30 Uhr) in der Sporthalle an der Rosastraße in Essen-Rüttenscheid – bei freiem Eintritt – im Vergleich zum Hinspiel am 16. November zwei komplett neue Mannschaften aufeinander, denn das Top-Personal ist inzwischen von Bord gegangen. Bei Essen fehlen Chris Alexander (25 Punkte im Schnitt, 27 Zähler beim 97:83 der Elephants im ersten Duell), der aus familiären Gründen in die USA gereist ist, Georgios Moukas (ist zu den CB Baskets Cartagena nach Spanien gewechselt) und Noah Westerhaus (18 Punkte im Hinspiel), der sich den EPG Baskets Koblenz (Regionalliga Südwest) angeschlossen hat. Da sich außerdem Felix Plescher (krank), Radwan Bakkali (Fußverletzung), Adam Hamad (Wadenverletzung) und Jason Isanza (Sprunggelenksverletzung) abgemeldet hatten, mussten in Luca Michels und Simon Obi zwei Akteure aus der Zweitvertretung (Schlusslicht der 2. Regionalliga) angefordert werden, um am vergangenen Wochenende beim 63:102 in Rhöndorf wenigstens zu fünft auflaufen zu können.

Die Elephants konnten im Hinspiel noch auf die Produktion von Jamal Smith (28 Punkte), Ryon Howard (13 Punkte/16 Rebounds) und David Feldmann bauen. Troy Harper überzeugte mit 34 Zählern. Obwohl sie den Kader von Jason Price (bis auf Harper) verlassen haben, steht für Oehmen fest: „Wenn die Mannschaft so spielt wie sie das in den letzten Wochen getan hat, wird sie am Samstag mit einem Sieg belohnt werden – und den hat sie sich einfach verdient.“ Ihm imponiert, wie sich Basti Becker, Gideon Schwich, David Markert, Max Boldt, Nino Janoschek & Co. trotz der langen  Misserfolgsserie weiter voll ins Zeug legen. „Wenn du seit Januar nur auf die Fresse kriegst, nagt das an deinem typischen Selbstbewusstseins-Mantel, den du mit dir herumträgst. Und trotzdem lassen sich die Jungs nicht hängen.“

Großen Anteil daran habe, fügt der Manager, dessen Vertrag in Grevenbroich erst nach der nächsten Saison ausläuft, hinzu, Jason Price. „Er geht noch mit dem gleichen Enthusiasmus an die Sache ran wie zu Beginn der Saison. Er versucht jetzt, jeden Spieler individuell besser zu machen.“