NEW' Elephants sind gegen SV Hagen-Haspe auf Wiedergutmachung aus

Basketball : Mit den Elephants ist nicht zu spaßen

Im Heimspiel gegen Haspe ist der Basketball-Regionalligist auf Wiedergutmachung aus. Denn die höchst ärgerliche 89:103-Pleite in Hagen hatte das Team von Trainer Simon Bennett bis ins Mark getroffen. Jonathan Parker gibt Debüt.  

Vier Siege in Folge haben die Regionalliga-Basketballer der NEW’ Elephants auf Tabellenplatz vier gebracht. Eine Umgebung, in der sich die Schützlinge von Trainer Simon Bennett ausgesprochen wohlfühlen. Der Meistertitel und der damit verbundene Aufstieg ins Unterhaus der 2. Bundesliga (Pro B) ist zwar so gut wie sicher an Düsseldorf vergeben, doch Schwierigkeiten, sich zu motivieren haben die Korbjäger aus Grevenbroich nicht.

Sogar besonders heiß sind Farid Sadek, Basti Becker & Co. aufs Duell am Samstag (19.30 Uhr) in heimischer Halle am Torfstecherweg in Gustorf mit dem SV Hagen-Haspe. Denn die ebenso ärgerliche wie überraschende 89:103-Pleite vom Hinspiel schmerzt noch immer. Die Wut über die eigenen Unzulänglichkeiten ist inzwischen jedoch verraucht, im Verbund mit dem Coach hat Manager Hartmut Oehmen das Hauptproblem kristallklar herausgearbeitet: „Fünf Spieler Haspes lagen in diesem Spiel über ihrem Punktedurchschnitt.“ Grevenbroich konterte zwar mit Vytautas Nedzinskas (19 Punkte), Lennard Jördell (15) und dem vor Weihnachten von Bord gegangenen Milen Zahariev (22), bekam indes von seinen Guards Farid Sadek (2) David Markert und Max Boldt (beide 0) fast nichts. Oehmen: „Unser Spielaufbau hat nicht stattgefunden.“

Die Hausherren, für die Patrick Fouhy (19 Zähler, 4/8 Dreier), Oscar Luchterhandt (19, 3/4), Tre‘ Ivory (17, 1/3), Hamdi Karoui (17, 4/7), Louka Bampoulis (11, 3/4) und Marco Braun (10, 1/1) zweistellig punkteten, kamen zudem von jenseits der Drei-Punkte-Linie auf eine Quote von herausragenden 59,3 Prozent (16/27 Würfe) – eine effektive Verteidigung sieht anders aus. Ein Defizit, das die Elephants mit der Verpflichtung von Jonathan Parker beseitigen wollen. Der US-Profi hatte beim 85:49-Erfolg in Kamp-Lintfort mit 17 Punkten, sechs Rebounds und vier Ballgewinnen ein solides Debüt hingelegt. Dazu überzeugte er mit tadelloser Einstellung in der Defensive.

Einen Wechsel auf der Ausländerposition musste im Übrigen auch Haspe vornehmen: Der vom Heimweh geplagte Spielmacher Tre Ivory sagte in der Weihnachtspause ade, für ihn kam Daniel McGee. Der aus Karlsruhe (2. Regionalliga) geholte US-Profi gab am vergangenen Wochenende im Match gegen Deutz seinen Heimeinstand, war am 83:76-Sieg seiner Mannschaft mit 15 Punkten (3/6 Dreier) beteiligt. Auf Anhieb hat Oehmen erkannt: „Er wirft viel, viel besser als Ivory.“

An der Zielsetzung der Elephants ändert das natürlich gar nichts. Oehmen will den Heimsieg: „Da spielt der Zweite gegen den Achten – außerdem verliere ich in einer Saison nur sehr ungern zweimal gegen den gleichen Gegner.“ Eigentlich sprechen alle Zahlen für Grevenbroich: Die Jungs von der Erft stellen gemeinsam mit Düsseldorf die offensivstärkste Mannschaft der Liga und treffen nun auf das Team mit der schlechtesten Defensive und den meisten Fouls. Für Oehmen ist der Fall damit klar: „Wir müssen Haspe in der Abwehr immer beschäftigen, damit die ins Schwimmen gerät und viele Fouls begehen. Kommen beim Gegner die entscheidenden Spieler in Foulprobleme, würde das die Sache für uns sehr erleichtern.“

Zum Personal: Bennett lag krank im Bett, ließ sich darum bei den Trainingseinheiten am Montag und Mittwoch vertreten. Er sollte am Samstag aber ebenso dabei sein wie Jördell.

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