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Neusser SV auch bei DM in Berlin erfolgreich

Schwimmen : Erfolgswelle des Neusser SV hält an

Bei den NSV-Schwimmern läuft es aktuell exzellent. Nach den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften gab es auch bei den nationalen Titelkämpfen in Berlin viele Gründe zur Freude. Der Verein hat die schwere Corona-Zeit gut überstanden. 

Auch wenn es in den vergangenen Wochen gut gelaufen ist für die Leistungsschwimmer des Neusser SV, wollte sich Vorsitzender Siegfried Willecke vor den Deutschen Meisterschaften, die im Rahmen des Formats „Die Finals“ in Berlin über die Bühne gingen, mit Blick auf die Erfolgsaussichten der NSV-Aktiven nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen. Dass am Ende drei Medaillen und zahlreiche Top-Ten-Platzierungen heraussprangen, dagegen hatte Willecke dann freilich nichts einzuwenden. 

Damit setzten die Neusser Schwimmer ihre starken Leistungen fort, mit denen sie aus der Corona-Pause gekommen waren. Zuletzt hatten sie dem NSV Ende Mai bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften das erfolgreichste Abschneiden der Vereinsgeschichte beschert. „Dass es dann auch bei den Titelkämpfen in Berlin so gut läuft, damit rechnet man trotzdem nicht. Aber alle sind wirklich auf einem hohen Niveau geschwommen“, sagte Siegfried Willecke. Den Aufwärtstrend macht er an Leistungstrainer Francisco Frederico fest, der hauptamtlich für den Verein arbeitet. „Mit ihm haben wir einen echten Glücksgriff getan. Neben seinen fachlichen Qualitäten hat er auch menschlich viel zu bieten. Er hat das nötige Fingerspitzengefühl und hat seinen Anteil daran, dass keiner unserer Leistungsschwimmer während der Corona-Zeit aufgehört hat.“ Kehrseite des Erfolgs ist für den Verein, dass er hohe Kosten verursacht. So mussten zum Beispiel für die Reisen der Sportler zu den Jahrgangsmeisterschaften und zu den Finals jeweils nach Berlin rund 17.000 Euro aufgebracht werden. „Aus dem Anlass machen wir das natürlich gerne und wir bekommen das gestemmt, aber eine immense Belastung ist es dennoch“, betont Willecke. Da tut es selbstredend gut, wenn starke Leistungen den Wert solcher Investitionen offenkundig machen.

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In Berlin ragten die drei Medaillen heraus. Tobias van Aggelen (Jahrgang 2004) war zwar aus einem Trainingslager in Vorbereitung auf die Jugend-EM in Rumänien mit einer Erkältung angereist, schwamm über die 400 Meter Lagen in neuer persönlicher Bestzeit von 4:28,29 Minuten aber dennoch auf Rang zwei der U20 und hätte sich damit sogar für das Finale der offenen Klasse qualifiziert, worauf er aber wegen seiner Erkrankung verzichtete. Das zweite Edelmetall holte die 4x200-Meter-Freistilstaffel der Frauen in 8:49,42 Minuten. Antonia Klöcker (2008), Maja-Nova Klöcker (2005), Julia Znachowska (2005) und Melina Athanasopoulou (2004) mussten sich nur dem SV Nikar Heidelberg geschlagen geben, so dass es unter 14 Teams zu Silber reichte. Ganz stark war auch die Vorstellung von Aaron Schmidt (2000) über die 200 Meter Schmetterling, wo er sich 2:00,65 Minuten Bronze holte. Gut lief‘s für Schmidt auch über 400 Meter Freistil, wo er in 3:05,11 Minuten als Fünfter anschlug. Abgesehen von den Medaillenrängen sorgte das zehn Kopf starke Aufgebot aus Neuss für viele weitere persönliche Bestleistungen, die Weiterentwicklungen dokumentierten und für Platzierungen unter den besten Zehn in Deutschland sorgten. Insbesondere in den Staffelwettbewerben trumpften die Neusser auf. Neben dem Silber der Frauen holten die Mixed-Staffeln zwei sechste Plätze. Über 4x100 Meter Freistil in 3:43,76 Minuten Tobias van Aggelen, Julia Znachowska, Moritz Winkelmann (2005) und Antonia Klöcker. Über 4x100 Meter Lagen in 4:10,81 Minuten Benjamin Adam (2006), Maja-Nova Klöcker, Moritz Winkelmann und Antonia Klöcker.