Neusser Schwimmer bei Olympischen Jugendspielen

Schwimmen : Aaron Schmidt tritt in große Fußstapfen

Das 18 Jahre alte Talent des Neusser Schwimmvereins wurde für die Olympischen Jugendspiele in Buenos Aires nominiert.

Die Fußstapfen sind groß: Chad le Clos, der Südafrikaner, der bei den Olympischen Spielen in London Superstar Michael Phelps die Goldmedaille über 200 Meter Schmetterling wegschnappte, und Anton Chupkov, der aktuelle Weltmeister über 200 Meter Brust aus Russland, machten erstmals bei Olympischen Jugendspielen auf sich aufmerksam. Das kann vom 1. bis 12. Oktober auch Aaron Schmidt tun, denn das 18 Jahre alte Talent aus den Reihen des Neusser Schwimmvereins (NSV) wurde jetzt vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) für die dritte Auflage der Youth Olympic Games in der argentinischen Hauptstadt nominiert.

„Wir sind stolz, wieder einen Athleten so weit gebracht zu haben,“ sagt NSV-Vorsitzender Siegfried Willecke. „Das ist ein großartiger Erfolg für den Neusser Schwimmverein und den Sport in unserer Stadt,“ ergänzt Cheftrainer Francisco Frederico, unter dessen Fittichen sich Aaron Schmidt zum besten Freistil-Schwimmer des Jahrgangs 2000 in Deutschland entwickelt hat. Bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften sicherte er sich in 3:54,28 Minuten nicht nur den Titel über 400 Meter Freistil, sondern unterbot auch die Norm für die Olympischen Jugendspiele. „Wegen der Wichtigkeit des Wettkampfs waren die Nominierungsrichtlinien des Deutschen Schwimmverbandes ziemlich hart,“ sagt Frederico, denn nur acht Schwimmerinnen und Schwimmer der Jahrgänge 2000 bis 2003 dürfen in Buenos Aires dabei sein. Um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wurden die Zeiten ähnlich wie bei Mannschaftswettbewerben in die so genannten Fina-Punkte umgerechnet – und da lag der Neusser mit 828 Punkten bundesweit an der Spitze vor Peter Varjasi (SG Mittelfranken), der es über 100 Meter Freistil auf 822 Zähler brachte.

Neben Aaron Schmidt wurden noch Luca Armbruster (SG Dortmund), Maurice Ingenrieth (SG Neukölln), Rafael Miroslaw (SG HT Hamburg), Angelina Köhler (Hannover 96), Anna Kroniger (BW Bochum), Julia Mrozinski (SGS Hamburg) und Celine Rieder (Neckarsulmer SU) für die Spiele nominiert. „Die Olympischen Jugendspiele sind für die Athletinnen und Athleten ein wichtiges Zwischenziel, um ihrem olympischen Traum ein Stück näher zu kommen, hier können sie wertvolle Erfahrungen sammeln,“ sagt der für Leistungssport zuständige DOSB-Vizepräsident Ole Bischof. Auch lokal tritt Aaron Schmidt in große Fußstapfen: Ringerin Laura Mertens (AC Ückerath) und die damals noch als Basketballerin aktive Alexandra Höffgen (Neusser RV) belegten bei der Premiere 2010 in Singapur die Plätze vier und acht.