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Neusser Ruderverein in Köln trotz Corona-Krise topfit

Kleinbootrennen in Köln : Neusser Ruderverein trotz Corona topfit

Benjamin Nelles und Johannes Neubauer sowie Cosima Clotten dominieren die ersten Kleinbootrennen. Am Wochenende greift Cecilia Sommerfeld ins Geschehen ein.

(sit) Im Gegensatz zu ihrer Vereinskollegin Alexandra Höffgen, die sich im Deutschland-Achter über interne Ausscheidungen für den Start bei den Europameisterschaften in Varese qualifiziert hatte und dort Rang fünf belegte, warteten die U23-Ruderer und -Ruderinnen des Neusser RV lange auf ihren ersten Wettkampfeinsatz in diesem Jahr.

Zuletzt fielen auch die deutschen Kleinbootmeisterschaften in Köln den mit der Corona-Pandemie verbundenen Einschränkungen zum Opfer. Dafür wurden nun für diese Altersklasse – getrennt nach Bootsgattungen (Riemen- oder Skullboote) und Geschlecht – auf nationaler Ebene an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden Rennen vereinbart.  Der Modus ist freilich durchaus gewöhnungsbedürftig: Freitags finden zunächst „Timetrials“ statt, dabei startet jedes Boot einzeln im Abstand von 30 Sekunden und fährt dann gegen die Uhr. Auf Basis der dabei erzielten Zeiten werden anschließend die Vorläufe zusammengesetzt. Das Ergebnis dieser Vorläufe entscheidet dann ohne Hoffnungs- oder Zwischenläufe direkt über die Teilnahme am A-, B- und C- Finale. Den Anfang hatten vor anderthalb Wochen die Riemenruderer gemacht. In Köln lieferten 34 „Zweier-ohne“ in drei Rennen sowohl bei den „Leichten“ als auch bei den „Schweren“ Ergebnisse für die Rangliste.

Für den Neusser Ruderverein am Start: Benjamin Nelles und Johannes Neubauer im „leichten Zweier-ohne“. Nach Siegen im „Timetrial“ und im Vorlauf konnten sich die Bronze-Medaillengewinner der U23-EM 2019 auch im Finale in 7:35,0 Minuten  klar gegen die Berliner Gespannen Sauter/Gross (7:41,70) und Tretzsch/Fisch (7:45,90) durchsetzen.

Am vergangenen Wochenende waren in Hamburg die U23-Skullerinnen und Skuller an der Reihe. Auch hier vermochte in Cosima Clotten eine Neusserin die Konkurrenz in allen drei Läufen deutlich in die Schranken zu verweisen. Bei den Rennen der „leichten Skullerinnen“ fuhren zusätzlich auch noch einige A-Seniorinnen mit – blieben aber chancenlos. Cosima Clotten, bei den U23-Weltmeisterschaften in Sarasota mit Bronze dekoriert, dominierte nach Belieben und distanzierte im Finale in einer Zeit von 8:05,37 Minuten selbst die Olympiateilnehmerin von Rio 2016, Fini Sturm (8:10,60), die noch vor drei Wochen an den Ausscheidungsrennen für die Besetzung des leichten Frauen-Doppelzweiers für Tokio teilgenommen hatte. Die Neusserin legte den Grundstein für das prächtige Ergebnis schon auf den ersten 1000 Metern, auf denen sie Fini Sturm mehr als vier Sekunden abnahm und damit früh die totale Kontrolle zu übernehmen wusste.

Am kommenden Wochenende greift schließlich auch ihre Vereinskollegin Cecilia Sommerfeld mit ihrer Partnerin Antonia Michaels aus Hamburg bei den Testrennen der „Riemenfrauen“ in Berlin-Grünau ins Wettkampfgeschehen ein. Ein Platzierung im Vorderfeld ist zu erwarten.