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Neusser Ruderinnen melden sich nach ganz schweren Monaten zurück

Kölner Juniorenregatta : Neusser Ruderinnen melden sich zurück

Kölner Juniorenregatta auf dem Fühlinger See bot den Juniorinnen des NRV die Chance zum Restart.

(sit) Nach vielen krankheitsbedingten Rückschlägen sollte die Kölner Juniorenregatta auf dem Fühlinger See für die drei Top-Juniorinnen des Neusser Rudervereins zum Restart werden. Und das wurde sie.

Obwohl die längst noch nicht fitte Anna-Friederike von Wrisberg und Melina Reinke, die den internationalen Einsatz in Gent sogar ganz ausgelassen hatte, ihr erstes gemeinsames Rennen über 1500 Meter bestritten, legten sie sich im Zweier beherzt ins Zeug. Am Ende verpassten sie nach einem nicht ganz optimalen Start im Duell mit dem RC Tegel nur hauchdünn den zweiten Rang. Am Tag darauf entwickelte sich ab 500 Metern und bis ins Ziel ein harter Bord-an-Bord-Kampf zwischen drei Booten um Platz zwei. Die Crew aus Mainz war nicht zu gefährden und im Endspurt fehlten den Neusserinnen die Körner, so dass sie noch das Boot aus Berlin passieren lassen mussten. Dafür distanzierten sie die Zweier aus Konstanz, Esslingen und Heidelberg zum Teil deutlich. Danach stellte NRV-Pressewart Benno Spanke erfreut fest: „Anna und Melina kommen gerade aus dem Kinderbereich und könnten einen Halbfinalplatz auf den Deutschen Meisterschaften erreichen – vielleicht sogar mehr, wenn ab jetzt das Training ohne Krankheitseinschränkungen stattfinden kann.“ Sie würden dort auch gerne zusammen in einer Renngemeinschaft mit der Bonner RG und/oder dem RV Germania Düsseldorf den leichten Doppelvierer bestücken. In Köln tat das nur Reinke. An beiden Tagen kam die Renngemeinschaft auf Rang zwei. „Damit bestehen Chancen, aufs Podium zu rudern“, sagt Spanke: „Fragt sich nur, mit wem? Die nächsten Wochen werden es zeigen.“

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Als einzige A-Juniorin des NRV war Caroline Oldenkott auf dem Fühlinger See im Einsatz. Sie startete sowohl im leichten Einer als auch im schweren Doppelzweier. Spanke: „Im Einer darf sie mit 57 Kilogramm insgesamt zwei Kilogramm schwerer sein als das Durchschnittsgewicht in den Mannschaftsbooten. Das beträgt 55 Kilogramm, was für sie schwer zu erreichen ist.“ Im Einer überzeugte sie trotz längerer Ausfallzeit mit einem Sieg und war damit für den ersten Lauf am zweiten Wettkampftag gesetzt. Im Finale lief es aber nicht rund, so dass für die Deutsche U17-Jahrgangsmeisterin bei den A-Juniorinnen „nur“ der vierte Platz heraussprang. „Dieses Finale bestritt sie jedoch nach ihrem Doppel-Zweierrennen, so dass hier bei einem sicher noch bestehenden Trainingsrückstand vielleicht das ein oder andere ,Körnchen’ fehlte“, fügte Spanke erklärend an.

Im Doppelzweier fuhr Oldenkott zusammen mit Greta Renate Coldewey vom Hannoverschen RC. Sie belegten zunächst den dritten Rang, was normalerweise die Qualifikation für den zweiten gesetzten Lauf bedeutet hätte. Aber aufgrund von Ab- und Ummeldungen anderer Vereine – die Trainer experimentieren in verschiedenen Bootsklassen und mit verschiedenen Mannschaftskombinationen – rutschte das Duo aus Hannover und Neuss sogar noch in den ersten Lauf.

Im Finale konnten sie ihr Rennen optimal gestalten, setzten sich nach der Hälfte der Strecke schon deutlich von einem Teil des Feldes ab und hatten im Ziel nur noch die RG WSV Offenbach am Main-Bürgel/Frankfurter RC vor sich. „Aber welche Boote bei der DM starten werden ist noch unsicher“, sagt Spanke. „Eine Finalteilnahme sollte indes auch als Leichtgewichtsruderin bei ,den Schweren’ drin sein.“