Neusser Ruderinnen beim Weltcup in Rotterdam

Rudern : Höffgen und Spanke müssen um WM-Tickets zittern

Ruder-Weltcup in Rotterdam leidet unter den Witterungsbedingungen. Frauen-Vierer steigert sich als Dritter des B-Finales.

Nicht ganz die erhofften Resultate brachte der dritte Weltcup der Ruderer in Rotterdam. Das lag vor allem an den Witterungsbedingungen mit Gewittern, Regen und heftigem Wind. Während der Deutschland-Achter im Finale gegen Großbritannien seine erste Niederlage seit fast drei Jahren hinnehmen musste, müssen die beiden Athletinnen des Neusser Rudervereins um ihre Fahrkarten zu den Weltmeisterschaften Ende August im österreichischen Linz, zugleich erste Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio, zittern.

Das gilt vor allem für Vera Spanke. Sie verlor mit Partnerin Ronja-Finni Sturm (Brandenburg) im B-Finale am Sonntag das innerdeutsche Duell im Leichtgewichts-Doppelzweier der Frauen knapp gegen Leonie Pieper und Leonie Pless (Düsseldorf/Frankfurt). Spanke/Sturm wurden Fünfte in 7:45,36 Minuten, Pieper/Pless belegten in 7:43,68 Minuten hinter Kanada und Australien Rang drei. „Vera und Finni hat der Gegenwind stark beeinträchtigt, sie sie sind bei Mitwind deutlich stärker. Unter diesen Umständen war ihre Endzeit eine sehr gute Leistung,“ kommentierte Vater Bernhard Spanke das Abschneiden, während Vera Spanke bilanzierte: „Wir sind soweit zufrieden. Wir hatten gute Gegnerinnen zum kämpfen.“ Trainer Ralf Hollmann muss nun zusammen mit der Nominierungskommission in der kommenden Woche das schnellste Duo für die WM benennen.

Hatten beim Ruder Weltcup in Rotterdam schwer zu kämpfen: Vera Spanke mit Zweier-Partnerin Finni Sturm und Alexandra Höffgen (v.l.). Fotos: B. Spanke. Foto: Bernhard Spanke

Der Vierer ohne in der Besetzung Alexandra Höffgen (Neusser RV), Isabelle Hübener (Potsdam), Juliane Faralisch (Frankfurt) und Ida Kruse (Münster) litt unter dem verletzungsbedingten Ausfall von Sophie Oksche im Bug. „Sophie ist wichtig für uns“, sagte Bundestrainer Tom Morris. Der sah im B-Finale am Sonntag – im Hoffnungslauf hatten seine Schützlinge Rang vier belegt – einen schwachen Start des Vierers, der sich auf den ersten 500 Metern etliche „Krebse“ fing. Dann steigerte sich das Quartett jedoch und belegte am Ende mit der achtschnellsten Zeit aller Finalisten (7:06,02) Platz drei hinter Großbritannien (7:03,48) und Polen (7:05,30).

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