Neusser Ringer starten mit Auswärtssiegen in die Saison

Ringen : KSK Konkordia startet mit Auswärtssiegen in die Saison

Oberliga-Team schlägt Krefeld nach 0:10-Rückstand noch mit 25:10.

Das Ergebnis (25:10) ist deutlich, doch im ersten Saisonkampf der Oberliga Rheinland vor 250 Zuschauern beim KSV Germania Krefeld mussten sich die Ringer des KSK Konkordia Neuss mächtig ins Zeug legen.

Noch kurz vor dem Derby hatten die Trainer Oleg Dubov und Erich Marjalke ihre Mannschaft krankheitsbedingt auf zwei Positionen umbauen müssen. Doch obwohl die Möglichkeiten wegen des zeitgleichen Auftritts der Landesliga-Vertretung beim TV Essen-Dellwig II begrenzt waren, „konnten wir eine starke Formation auf die Matte schicken“, versicherte KSK-Ehrenvorsitzender Hermann J. Kahlenberg. Selbst der verpatzte Start – nach drei Kämpfen lagen die Gäste mit 0:10 zurück – brachten den Westdeutschen Vizemeister  nicht aus der Ruhe. „Mit unserer jungen Garde und den erfahrenen Athleten konnten wir das Ruder herumreißen“, bilanzierte Kahlenberg: „Wir erkämpften 25 Mannschaftspunkte und dominierten mit großartigem Sport auf der Matte. Alle Jugendlichen aus der Deutschen Meistermannschaft siegten, ohne einen Punkt abzugeben. Gleichzeitig zeigten sie großartige Grifftechniken, die von den fairen Zuschauern mit viel Applaus bedacht wurden.“ Für Neuss gewannen in Krefeld: Gewichtsklasse bis 61 Kilogramm (G): Aaron Bellscheidt (15:0); 66 kg (F): Ayoub Musaev (16:0); 71 kg (G): Deni Nakaev (6:0); 75 kg (F): Lom-Ali Eskijev (16:0); 75 kg (G): Olimjon Kholikov (6:0); 80 kg (F): Mikalai Savenka (7:0); 86 kg (G): Julian Lejkin (15:0).

Der KSK II brachte derweil in der Landesliga Westfalen einen überraschend klaren 38:5-Sieg bei der Reserve des TV Essen-Dellwig ein. Dabei gingen abgesehen von der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm, in der die gut aufgelegten Gäste keinen Ringer mit Gewicht zu stellen vermochten, alle Punkte an Neuss. Kahlenberg: „Auch hier war eine Mischung junger Athleten mit erfahrenen Ringern ausschlaggebend.“ Die Sieger für den KSK in Essen hießen: Iwan Tagner, Anatolij Efremov, Mohammad Mirderikvand, Igor Nedoboy, Adam Bachor, Hereish Amjady, Nikita Lejkin, Dennis Briske, Marco Pillen. „In der Mannschaft standen fünf Ringer aus der DM-Meistermannschaft und drei Flüchtlinge, die sehr gut integriert sind“, fuhr Kahlenberg fort: „Der hohe Erfolg überrascht dennoch.“

Am Samstag ringen beide Teams in der umgebauten Sporthalle der Gesamtschule Nordstadt, früher Realschule an der Frankenstraße: die „Zweite“ gegen SU Annen (18 Uhr), die „Erste“ gegen die RG Hürth/Rheinbach (19.30 Uhr).

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