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Neusser nicht wie angekündigt Kanu-Präsident

Verbindung nach Neuss : Neuer Präsident bei Kanu-Verband

Um das Spitzenamt beim DKV hat sich nicht wie angekündigt der Neusser Dieter Welsink beworben. In Leipzig fiel die Wahl auf den bisherigen Vize Jens Perlwitz.

An der Spitze des Dachverbandes der deutschen Kanuten gab es am Wochenende einen Wechsel. Nach elf Jahren als Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) stellte sich Thomas Konietzko nicht mehr zur Wahl. Zu seinem Nachfolger wurde beim Kanutag in Leipzig Jens Perlwitz aus Kassel gewählt, der bisher als Vize-Prasident für den Leistungssport im DKV Verantwortung trug. Was das mit dem Rhein-Kreis Neuss zu tun hat? Ziemlich genau vor einem Jahr waren Konietzko und Perlwitz nach Neuss gekommen, um mit dem Chef der Medicoreha-Untermehmensgruppe und ehemaligen Weltmeister im Canadier-Zweier abschließend eine mögliche Kandidatur als DKV-Präsident zu besprechen. Und Dieter Welsink hatte dann auch tatsächlich seine Absicht bekundet, das Amt in diesem Jahr zu übernehmen.

„Ich habe dann auch lange an allen Sitzungen teilgenommen, in denen auch sehr gut zusammengearbeitet wurde. Doch dabei hat sich dann herausgestellt, dass das Präsidentenamt so viel Aufwand mit sich bringt, dass sich das mit meiner Lebensplanung nicht hätte vereinbaren lassen“, sagt Welsink. Der inzwischen 64-Jährige arbeite zwar mit seiner Familie und der Geschäftsführung an seiner Nachfolge, doch als geschäftsführender Gesellschafter kümmert er sich auch noch um die drei Standorte der Medicoreha mit 270 Mitarbeitern. In der angegliederten Schule für Ergo- und Physiotherapie hat er in diesem Jahr durch eine Kooperation mit der Rheinische Fachhochschule in Köln eine weitere Akademisierung vorangetrieben, was für ihn eine halbe Stelle als Dozent und Leiter des Studiengangs Physiotherapiewissenschaft mit sich brachte.

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Außerdem engagiert sich Welsink politisch sehr stark und ist seit fast 13 Jahren Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion. Den Posten legt er zwar im Februar nächsten Jahres nieder, behält aber sein Kreistagsmandat und will sich auch weiter für gesundheitspolitische Initiativen einsetzen, entsprechende Ehrenämter inklusive. „Es gibt aber auch persönliche Gründe. Ich habe inzwischen sechs Enkel und möchte künftig mehr Zeit für meine Familie haben“, erklärt Welsink. Nach dem Kanutag in Leipzig macht er sich keine Sorgen um die Zukunft des DKV, er sieht den Verband in der neuen personellen Besetzung gut aufgestellt. „Jens Perlwitz ist eine gute Lösung. Er bringt alles mit, was man für dieses Amt braucht. Vor allem ist er international sehr gut vernetzt, was ich mir erst hätte aufbauen müssen“, sagt Welsink über den Präsidenten.