Handball Neusser HV verliert, bleibt aber optimistisch

Neuss · TuS Ferndorf, Tabellenführer der 3. Handball-Liga West, feiert gegen Neuss den 17. Saisonsieg in Folge.

 Dennis Aust traf gegen seine alten Teamkollegen fünf Mal.

Dennis Aust traf gegen seine alten Teamkollegen fünf Mal.

Foto: NGZ-Archivfoto

Trotz der klaren 23:34-Niederlage (Halbzeit 9:19) beim Spitzenreiter TuS Ferndorf geht René Witte zuversichtlich in die Karnevalspause. Das sechste Spiel in Folge ohne doppelten Punktgewinn schob der Trainer des akut vom Abstieg bedrohten Handball-Drittligisten Neusser HV gelassen zur Seite und versprach: "Ich kann alle beruhigen. Die Spiele, die wir gewinnen müssen, werden wir gewinnen."

In der Sporthalle Kreuztal begann der Außenseiter durchaus forsch, lag in der neunten Minute nach Toren von Max Murawski (2), Thomas Bahn, Christopher Klasmann und des Ex-Ferndorfers Dennis Aust sogar mit 5:2 vorne. "Wir haben stark angefangen - und dann stark nachgelassen", sagte Witte: "Uns hat der Mut gefehlt." In der Folge scheiterten die Gäste immer wieder am bärenstarken Lukas Puhl im Ferndorfer Kasten (Witte: "Er hat uns den Zahn gezogen."), wenn sie überhaupt eine Lücke im prächtig funktionierenden Abwehrverbund fanden. Mit einer Serie von 17:4 Treffern sorgte der Tabellenführer bereits bis zur Pause für klare Verhältnisse. "Das Ergebnis ist deutlich, und es ist auch zu Recht deutlich", räumte Witte ein, wollte jedoch festgehalten wissen: "Wir haben hier gegen eine Mannschaft gespielt, die zu Recht da oben steht. Ferndorf hat jetzt 17 Spiele in Folge gewonnen, um da was zu holen, hätte bei uns schon alles passen müssen."

Die Überraschung blieb auch deshalb aus, weil sich die Gäste mit einigen Personalproblemen abzumühen hatten: Felix Handschke fiel grippegeschwächt aus, der ebenfalls gesundheitlich angeschlagene, aber immerhin fieberfreie Ceven Klatt stand fast 60 Minuten auf der Platte. Kreisläufer Philip Schneider hatte die Woche über schwer erkältet kaum trainiert und wurde ab der 20. Minute von Atemproblemen geplagt. Zu allem Überfluss war die Partie nach rund 40 Minuten auch für Rückraumschütze Thomas Bahn nach einem Schlag aufs Knie vorbei. Witte: "Wir wissen, dass das jetzt harte Wochen für uns sind - nach Karneval warten mit Hagen und Krefeld weitere Topteams auf uns." Derweil zog der direkte Konkurrent VfL Gummersbach II mit einem 32:24-Sieg über die SG Schalksmühle-Halver an seiner Truppe vorbei.

Um im Spielfluss zu bleiben, tritt der NHV am Mittwoch (19 Uhr) zu einem Testspiel beim Zweitligisten TuSEM Essen an. In der Liga steht am 21. Februar das Heimspiel gegen Eintracht Hagen auf dem Plan.

(NGZ)
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