Handball : Neusser HV nimmt nächste Hürde

Nur noch 120 Handball-Minuten trennen den Neusser HV vom Meistertitel in der Oberliga Niederrhein und dem damit verbundenen Einzug in die Aufstiegsspiele gegen Mittelrhein-Meister HSG Rheinbach-Wormersdorf.

Die drittletzte Hürde auf dem Weg dorthin nahmen die Neusser am Sonntag Nachmittag dank eines 37:29-Sieges (Halbzeit 20:15) bei der weiterhin vom Abstieg bedrohten Reserve des ebenfalls akut vom Abstieg bedrohten Drittligisten ART Düsseldorf.

Die hatte sich mit drei Stammspielern aus dem Drittligakader verstärkt, doch auch Marco Bauer, Max Cronenberg und der am Vortag beim 34:33-Sieg über den VfL Gladbeck sieben mal erfolgreiche Hendrik Schiffmann konnten die Niederlage nicht verhindern.

Angetrieben von rund 100 Neusser Zuschauern landete der NHV einen "Start-Ziel-Sieg" (Trainer René Witte), der sich allerdings ärgerte, dass sich seine Schützlinge nach einer schnellen 8:3-Führung "bis zur Pause nicht weiter als mit fünf Toren absetzen konnten, weil wir uns einfach zu viele Fehlwürfe erlaubt haben."

Das besserte sich nach der Pause, als die Gäste bis zur 40. Minute bereits auf 28:19 davongezogen waren und den 20. Saisonsieg sicher nach Hause brachten. Vor den Augen ihrer Aufstiegskonkurrenten von Borussia Mönchengladbach übrigens, die sich am Vorabend mit 35:17 bei der SG Dülken durchgesetzt hatten.

Zwei Punkte zurück, aber im für die Rangfolge entscheidenden direkten Vergleich besser, müssen die Gladbacher jetzt darauf hoffen, dass der NHV entweder am Sonntag (16.30 Uhr, Hammfeldhalle) gegen eben jene Dülkener oder zum Ligafinale am 27. April (18.30 Uhr, Sporthalle Douvermann) beim MTV Rheinwacht Dinslaken verliert. Die Tore in Düsseldorf erzielten Simon Schlösser (11), Mailänder (7), Todtenhöfer (3), Krüger (1), Wilms (1), Lukas Schlösser (7/4), Fütterer (3) und Schneider (4).

Parallel zum spannenden Finale treibt der NHV seine Personalplanungen voran: Nach Lennart Möller (SG Ratingen) und Thomas Bahn nahm er jetzt Jan Kerssenfischer unter Vertrag. Der 24 Jahre alte Linkshänder, der ebenso wie Bahn vom TV Weiden kommt, soll die vakante Position im rechten Rückraum ausfüllen. "Er ist ein sehr schneller Spieler und passt deshalb gut in unser Konzept", sagt Witte.

(NGZ/EW)