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Neusser HV macht gegen Dinslaken noch das Beste aus seiner Situation

Handball : NHV macht das Beste aus seiner Situation

Der Start in das neue Jahr und somit auch das Debüt von Trainer Christoph Schon verlief für den Neusser HV in der Handball-Regionalliga nicht wie gewünscht. Am Ende stand gegen Dinslaken eine knappe 27:28-Niederlage zu Buche.

Schon die Voraussetzungen konnten als suboptimal bezeichnet werden: Der Neusser HV musste gehen Rheinwacht Dinslaken in Til Klause, Tim Schriddels, Toni Petrovic und Aaron Jennes gleich auf vier Spieler, die alle den Anspruch haben, zur Startformation zu zählen -, verzichten. Damit jedoch noch nicht genug: Kurz vor dem Anpfiff teilte Tim Dicks mit, dass es bei ihm wohl nicht funktionieren werde und er lediglich für einige Minuten aushelfen könne. So war es dann auch, er kam über Kurzeinsätze nicht hinaus. Erschwerend kam noch hinzu, dass einige Spieler Trainingsrückstände aufwiesen, etwa Eric Böhnke. Aus beruflichen Gründen konnte er vier Wochen nicht trainieren, hielt sich jedoch sehr wacker und spielte 60 Minuten durch.

Kein Wunder also, dass der NHV in der Lanker Sporthalle zunächst überhaupt nicht in Schwung kam. In der Abwehr bekam er keinen Zugriff und im Angriff agierte er extrem nervös. Daher war ein 1:4-Rückstand nach sieben Minuten nicht weiter verwunderlich. Den Ausfällen geschuldet, liefen einige Spieler zudem auf Positionen auf, die sie im Normalfall nicht bekleiden. Nur Sebastian Barentzen schien damit überhaupt kein Problem zu haben. Er wurde von der Position des Linksaußen auf die rechte Angriffsseite beordert und trumpfte dort so überzeugend auf, als habe er in seinem Handball-Leben nie woanders gespielt hätte.

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Nach und nach fanden die Hausherren dann besser in ihr Spiel, konnten den Rückstand eine Weile auf dem gleichen Level halten, ehe ihnen in 20. Minute mit dem Treffer zum 8:8 erstmals der Ausgleich gelang. Fortan entwickelte sich eine absolut ausgeglichene Partie mit stetig wechselnden Führungen. Im zweiten Spielabschnitt erkämpfte sich der NHV einen zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Vorsprung, hätte diesen auch noch ausbauen können, verfiel aber wieder in die gleichen Fehler wie in der Anfangsphase. Dramatisch wurde es dann am Ende der Partie. Beim Spielstand von 27:27 fingen die Neusser einen Ball der Dinslakener ab und wollten per Tempogegenstoß in Front gehen. Den ungenau gespielten Pass fingen die Gäste aber ihrerseits ab, spielten schnell nach vorne und erzielten den Führungstreffer. Die Hallenuhr zeigte da noch eine Spielzeit von 20 Sekunden an. Neuss nahm eine Auszeit. Schon erklärte seinen Schützlingen, wie sie zu agieren hätten und dann ging es weiter. Mit der Schlusssirene wurde den Gastgebern ein Siebenmeter-Strafwurf zugesprochen. Daniel Zwarg trat an, scheiterte aber am Torhüter.

„Natürlich hätte ich bei meinem Debüt gerne einen Sieg eingefahren“, räumte Schon ein. „Und wir hätten auch mindestens einen Punkt verdient gehabt.“ Jetzt müssten die Punkte eben woanders geholt werden, fügt er hinzu: „Allerdings hat die Mannschaft unter diesen Umständen versucht, das Beste aus sich herauszuholen. Hinzu kommen noch, diplomatisch ausgedrückt, einige sehr seltsame Schiedsrichterentscheidungen. Aber letztlich ist mein Debüt nicht so wichtig, wichtiger wäre es, wenn sich unsere Hallensituation verbessern würde, womit in Kürze aber wohl nicht zu rechnen ist. Eine vernünftige Vorbereitung ist bei einer halben zur Verfügung stehenden Halle einfach nicht möglich.“ In der kommenden Woche absolviert der NHV zwei Einheiten in Angermund und eine in Korschenbroich.