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Neusser HV leistet dem TV Aldekerk lange erbitterten Widerstand

Handball : NHV leistet Aldekerk lange erbitterten Widerstand

Am Ende geht den ersatzgeschwächt angetretenen Regionalliga-Handballern aus Neuss gegen den Aufstiegsaspiranten einfach die Puste aus.

Beim TV Aldekerk, einem der großen Favoriten auf den Aufstieg in die Dritte Liga, hielt Handball-Regionalligst Neusser HV lange Zeit sehr gut mit, musste sich am Ende dann aber doch relativ deutlich mit 23:29 (Halbzeit 11:12) geschlagen geben. Es war ein sehr intensives, kampfbetontes und auch extrem schnelles Spiel, bei dem die Zuschauer auf ihre Kosten gekommen sind. „Aldekerk war für mich der stärkste Gegner in dieser Saison“, betonte der Neusser Trainer Christoph Schon. „Die Mannschaft ist sehr kompakt, hat einen auch in der Breite starken Kader, so dass bei Einwechslungen kein Bruch im Spiel zu erkennen ist. Im Kampf um den Aufstieg werden diese Spieler noch ein gewichtiges Wort mitreden.“

In der ersten Hälfte war es eine Begegnung auf Augenhöhe, mit stetig wechselnden Führungen. Die Gäste boten gerade kämpferisch eine starke Leistung. Nach dem Seitenwechsel leisteten sich die Neusser jedoch gerade im Angriff eine Schwächephase, die man sich gegen Aldekerk nun mal überhaupt nicht erlauben darf. Zu frühe Abschlüsse und technische Fehler wurden von den Hausherren gnadenlos bestraft. Mit hoher Geschwindigkeit wurde der Ball nach vorne gebracht und die Abschlüsse waren dann äußerst konzentriert und führten fast immer zum Torerfolg. In dieser Phase machten sich die personellen Probleme der Neusser bemerkbar. Tim Dicks fiel wegen einer Verletzung an der Patellasehne komplett aus und Regisseur Til Klause konnte wegen einer Erkältung lediglich sporadisch eingesetzt werden. So fehlten schlicht und ergreifend die Wechselmöglichkeiten, um dem großen Favoriten bis zur letzten Sekunde Paroli bieten zu können.

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„Mit einer Hypothek von sechs Toren wird es nächste Woche im Heimspiel schon schwierig eine Runde weiter zu kommen“, witzelte Schon mit Blick aufs Rückspiel am Samstag. „Aber Spaß beiseite. Wir hatten in der zweiten Halbzeit sicherlich Probleme im Angriff, haben es aber geschafft, unter 30 Gegentoren zu bleiben, was gegen Aldekerk auch noch nicht so vielen Mannschaften gelungen ist. Für ihren tollen Einsatz kann ich allen Spielern nur ein Kompliment aussprechen. Natürlich ist es immer schade zu verlieren, aber alle konnten nach dem Schlusspfiff noch ruhigen Gewissens in den Spiegel sehen. Aus solchen Spielen und von diesen Gegnern kann man einfach nur lernen.“

Aufstellung und Torschützen des NHV: Dreyer, Schroif; Kurth (1), Steinkirchner, Menze, Schriddels (3), Rosendahl, Klause (2), Barentzen (2), Jennes (4), Zwarg (4/2), Küpper-Ventura (4), Rothkopf (2), Petrovic (1)