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Handball: Neusser HV lässt Hiesfeld keine Chance

Handball : Neusser HV lässt Hiesfeld keine Chance

Während die Konkurrenz erneut patzte, fuhr der Oberliga-Tabellenführer einen souveränen 29:19-Heimsieg ein.

Dass für den TV Jahn Hiesfeld gestern beim Neusser HV nichts zu holen sein würde, war eigentlich schon nach der ersten Viertelstunde klar. Denn der Tabellenführer der Handball-Oberliga legte vor heimischem Publikum los wie die Feuerwehr, ließ die Gäste überhaupt nicht ins Spiel kommen und feierte am Ende einen lockeren 29:19-Erfolg (15:8).

Trainer René Witte war hochzufrieden: "Der ausschlaggebende Punkt war, dass wir den Gegner nicht unterschätzt haben. Jeder hat sich voll reingehangen, das hat man dann auch schnell gemerkt." Der Tabellenneunte hat in dieser Saison bereits als Favoritenschreck auf sich aufmerksam gemacht. Vor Wochenfrist tat er den Neussern mit dem 28:20 über Borussia Mönchengladbach einen großen Gefallen, gestern präsentierte sich der TV allerdings schwach. Dank etlicher Ballverluste in der Vorwärtsbewegung, keinen Ideen gegen den kompakten Neusser Abwehrblock und einer unterirdischen Wurfquote der Gäste musste der NHV nicht eine Sekunde an einem klaren Sieg zweifeln.

Das lag aber natürlich auch an den hellwachen Gastgebern: Nico Nöthen erwischte im Tor einen Sahnetag und hielt mehr Bälle, als er durchließ. Die rechte Deckungsseite von Philipp Schneider und Max Wilms war für Hiesfeld wie ein schwarzes Loch, das einen Ball nach dem anderen verschlang, was wiederum zu vielen Gegenstößen und leichten Toren führte.

Nach 14 Minuten führte Neuss mit 13:4, bis zur Halbzeit ließ man es dann aber etwas ruhiger angehen. "Wir haben sehr gut umgeschaltet und die Fehler ausgenutzt. Dass wir dieses Tempo nicht gehalten haben, ist ganz normal. Eine kleine Schwächephase hast du in fast jedem Spiel", sagte Witte, der nach der Pause munter durchwechselte und den angeschlagenen Spielmacher Jens Todtenhöfer die komplette zweite Hälfte auf der Bank ließ. Dem Spielfluss tat das keinen Abbruch, Neuss setzte sich auf 20:10 ab (38.) und verwaltete diesen Vorsprung bis zum Schluss.

In die kommenden Spitzenspiele dürfte der NHV nun also voller Selbstvertrauen gehen, nachdem er die letzten zehn Spiele allesamt für sich entschied. Das kann die Konkurrenz im Kampf um den Aufstieg nicht von sich behaupten: Der kommende Gegner TV Aldekerk trennte sich mit 24:24 von Borussia Mönchengladbach, Neuss hat nun schon fünf Punkte Vorsprung vor dem TVA, auf Borussia sind es vier. Zu allem Überfluss patzten gleichzeitig auch die Bergischen Panther, die 26:29 in Dinslaken verloren. Witte bleibt aber gelassen: "Wir fahren jetzt nach Aldekerk und gucken einfach mal, was da so passiert."

(NGZ)