Handball NHV kratzt gegen Dinslaken sogar am zweiten Saisonsieg

NEUSS · Das Schlusslicht der Handball-Regionalliga liegt 66 Sekunden vor Schluss mit 25:23 vorne und gibt den Sieg doch noch aus der Hand.

NHV-Trainer Julian Fanenbruck bescheinigt seinen Schützlingen in den vergangenen Wochen eine absolut positive Entwicklung.

NHV-Trainer Julian Fanenbruck bescheinigt seinen Schützlingen in den vergangenen Wochen eine absolut positive Entwicklung.

Foto: Ralf van Thriel

Da wäre durchaus mehr möglich gewesen für den Neusser HV. Im Kellerduell mit dem MTV Dinslaken erkämpfte sich der Handball-Regionalligist ein 25:25-Unentschieden (Halbzeit 13:13). „Heute hätten wir uns nicht beschweren dürfen, wenn wir gewonnen hätten“, stellte der Neusser Trainer Julian Fanenbruck süffisant fest.

Dabei hatte sich bei den Gästen neben Nico Merten auch Justin Kauwetter mit einer Erkältung abgemeldet und zu allem Überfluss musste Robin Schroif passen, der sich aller Voraussicht nach einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hat. Für ihn setzte sich Lukas Gilliam aus der zweiten Mannschaft auf die Bank. Und um den Kader aufzufüllen, fuhren drei A-Jugendliche mit. Gegen die zuletzt gerade in der Offensive extrem starken Hausherren stellten die Gäste trotzdem eine aufopferungsvoll kämpfende Abwehr. Und dann war da ja auch noch Moritz Wiese, der im Neusser Gehäuse über sich hinauswuchs. So waren die Zwischenstände von 4:1 und 9:6 nicht weiter verwunderlich. Dann leisteten sich die Neusser jedoch zehn nicht ganz so starke Minute, die der MTV bis zum Pausenpfiff zum Ausgleich nutzte.

Nach dem Seitenwechsel waren die Gäste zwar erneut das dominierende Team, konnten sich aber nicht entscheidend absetzen. Es entwickelte sich eine überaus spannende Partie, in der der NHV 66 Sekunden vor dem Ende mit 25:23 führte. Nach dem Anschlusstreffer fuhr er dann einen sehr langen Angriff, bis die Schiedsrichter Zeitspiel anzeigten. Statt noch einen Freiwurf herauszuholen und Zeit von der Uhr zu nehmen, folgte ein unkonzentrierter Wurf, den die Dinslakener nutzten, um per Tempogegenstoß doch noch auszugleichen. „Im Angriff spielen wir mittlerweile gut über die Breite, müssen aber unsere Außen noch mehr ins Spiel bringen“, forderte Fanenbruck. „Dennoch ist in den letzten Wochen eine absolut positive Entwicklung zu erkennen.“

Aufstellung und Tore des NHV: Wiese, Gilliam; Menze (2), Rosendahl (4/2), Dicks (4), Neusser, Slabospytskyi, Khmilevskiy, Murawski, Franz (8/1), Küpper-Ventura (3), Rothkopf (1), Bauer (3)