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Handball Neusser HV ist gegen Hagen chancenlos

Neuss · Der Tabellenzweite der Dritten Liga führt zeitweise mit 14 Toren, am Ende setzt es eine 27:36-Niederlage für die abstiegsbedrohten Neusser.

 Ivan Cosic sorgte mit seinen insgesamt sechs Treffern im zweiten Durchgang für ein wenig Ergebniskosmetik aus Sicht des Neusser HV.

Ivan Cosic sorgte mit seinen insgesamt sechs Treffern im zweiten Durchgang für ein wenig Ergebniskosmetik aus Sicht des Neusser HV.

Foto: A. Woitschützke

Es gibt in der Dritten Handball-Liga West zwei Mannschaften, die mehr oder minder ihre eigene Meisterschaft ausspielen, Gegner im Schnitt fast mit zweistelliger Tordifferenz besiegen und sich längst weit von der Konkurrenz abgesetzt haben: Tabellenführer TuS Ferndorf und Verfolger VfL Eintracht Hagen. Blöd für den mitten im Abstiegskampf steckenden Neusser HV, dass er die beiden Liga-Giganten nacheinander auf dem Spielplan stehen hatte. Nach der zweistelligen Pleite in Ferndorf hatte der NHV am Samstagabend beim 27:36 (9:18) in der Hammfeldhalle auch gegen Hagen nicht den Hauch einer Chance.

"Die Partie war nach zehn, 15 Minuten gegessen", musste Trainer René Witte zugeben, nachdem seine Schützlinge in der Anfangsphase schlichtweg überrollt worden waren. 8:2 führte der VfL nach zehn gespielten Minuten, die Witte bereits zur ersten Auszeit zwangen. Während die Gastgeber gegen den massiven Eintracht-Block nur unter höchster Anstrengung zu einem Abschluss - geschweige denn zu einem aus guter Position - kamen, durfte Hagen im Angriff schalten und walten, wie es wollte. Mit Tempo, Wucht und Spielwitz der Gäste waren die Neusser einfach überfordert. So teilten die ihre Tore gerecht auf, erfolgreichster Werfer war mit 11/7 Treffern Jens-Peter Reinarz, Simon Ciupinski traf fünf-, Sebastian Schneider, Julian Renninger und Marius Kraus jeweils viermal. Zu allem Überfluss erwischte VfL-Keeper Maximilian Conzen - der Ex-Korschenbroicher Almantas Savonis saß 60 Minuten auf der Bank - einen überragenden Abend und ließ den NHV verzweifeln. 22 Paraden hatte der 118 Kilogramm schwere Schlussmann am Ende auf dem Konto. So hatten sich die Gäste über 11:4 (19.) und 16:9 (26.) zur Pause auf neun Treffer abgesetzt.

Nach der Pause fielen Druck und Intensität der Partie dann deutlich ab. Hagen schaltete im Kopf spürbar ein, zwei Gänge herunter, ohne jedoch die Kontrolle über das Spiel zu verlieren. Was folgte war mehr oder weniger ein Schaulaufen der Offensivreihen. Von Beginn der zweiten Hälfte bis etwa zur 45. Minute war auf beiden Seiten quasi jeder Wurf ein Treffer, was auf Seiten der Neusser insbesondere Ivan Cosic zu verdanken war, der im zweiten Durchgang sechsmal traf. Vor Christopher Klasmann (5) und Felix Handschke (4) war er damit auch erfolgreichster Neusser und sorgte dafür, dass die Niederlage wenigstens im einstelligen Bereich blieb.

"Man sieht schon ganz klar, warum Ferndorf und Hagen so weit oben stehen", meinte Witte. "Ich hätte mir aber trotzdem etwas mehr Gegenwehr von uns erhofft. Mit ein wenig mehr Selbstvertrauen kannst du das Spiel sicherlich länger offen halten."

(NGZ)
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