Handball-Regionalliga NHV baut nach starker erster Hälfte total ab

Neuss · Bis zum Seitenwechsel begegnet der Neusser HV Gastgeber TuSEM Essen II absolut auf Augenhöhe, doch dann geht beim Schlusslicht der Regionalliga gar nichts mehr.

 Ein Garant für Tore aus dem Rückraum: Daniel Zwarg (M.).

Ein Garant für Tore aus dem Rückraum: Daniel Zwarg (M.).

Foto: Andreas Woitschützke

Es soll einfach nicht sein: Handball-Regionalligist Neusser HV kassiert auch bei der Zweitvertretung von TuSEM Essen eine 26:31-Niederlage (Halbzeit 16:15).

Dabei fing es für Gäste äußerst verheißungsvoll an. In der Deckung agierten sie mit der nötigen Aggressivität, zudem war Torhüter Robin Schroif ein sicherer Rückhalt und nahm noch den ein oder anderen freien Wurf weg. Auch in der Offensive wusste der NHV in den ersten 30 Minuten zu überzeugen. Die Konzepte liefen sauber durch, geduldig wartete das Schlusslicht auf die sich bietenden Chancen. In Hälfte eins hatte der NHV lediglich zwei Fehlwürfe und drei Ballverluste zu verzeichnen – eine wirklich beeindruckende Quote. So war die 16:15-Pausenführung wirklich mehr als verdient.

Von diesem souveränen Auftritt war dann nach dem Seitenwechsel aber nichts mehr zu sehen. In der Defensive bekamen die Neusser keinen Zugriff mehr und der Angriff war lediglich noch ein laues Lüftchen. Zehn Tore in 30 Minuten Handball sind schlicht und ergreifend zu wenig. Plötzlich waren es elf Fehlwürfe und eine Vielzahl von Ballverlusten, die die Hausherren mit Tempogegenstößen gnadenlos bestrafen.

„In der ersten Halbzeit war das eine tolle Vorstellung“, betonte der Neusser Trainer Julian Fanenbruck nach dem Schlusspfiff jedoch. „Wir haben unsere Chancen gut rausgespielt und auch genutzt. In dieser Zeit haben wir als Kollektiv überzeugt.“ Davon sei dann anschließend leider nichts mehr zu sehen gewesen. „Ich muss darüber nachdenken, wie es weitergeht. Wir müssen im Training noch mal eine Schüppe drauflegen und benötigen nun sehr viel Mentalität. Jetzt gilt es, möglichst schnell einen Sieg einzufahren, gleichgültig wie dreckig.“

Aufstellung und Tore: Robin Schroif, Moritz Wiese; Lukas Menze, Jose Rosendahl, Tim Dicks (2), Alexander Murawski (3), Daniel Küpper-Ventura (2), Daniel Zwarg (6/1), Niko Merten (10/4), Aaron Rothkopf (1), Dustin Franz (1), Marco Bauer und Justin Kauwetter.

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