Lokalsport: Neusser Gastgeber greifen nach dem Titel

Lokalsport : Neusser Gastgeber greifen nach dem Titel

Ringen: Die zehn besten deutschen Jugendteams ermitteln in der Hammfeldhalle ihren Meister. So funktionieren die Titelkämpfe.

Für diese Titelkämpfe hat Hermann J. Kahlenberg seinen ohnehin nicht allzu ruhigen Ruhestand noch einmal verlassen: Beim Ehrenpräsidenten laufen die organisatorischen Fäden der Deutschen Jugend-Mannschaftsmeisterschaften zusammen, die der KSK Konkordia Neuss am Freitag (ab 18 Uhr) und Samstag (ab 9.30 Uhr) im Auftrag des Deutschen Ringerbundes in der Hammfeldhalle am Anton-Kux-Damm ausrichtet.

Kahlenberg, gesundheitlich angeschlagen, der sich eigentlich schon längst aus der aktiven Vereinsarbeit zurückziehen wollte, verbindet mit dieser Veranstaltung drei Herzenswünsche: Dass organisatorisch alles funktioniert. Dass reichlich Zuschauer kommen. Und dass die in den vergangenen Jahren im deutschen Nachwuchsbereich dominierenden Gastgeber auch auf heimischen Matten diesem Ruf gerecht werden.

"Wenn alle fit sind, können wir wieder um den Titel mitringen", ist der Ehrenvorsitzende überzeugt. Im vergangenen Jahr wurden die Neusser Zweite, unterlagen im Finale dem SV Luftfahrt Berlin mit 14:16. 2015 und 2017 wurden die Schüler Deutscher Mannschaftsmeister (dazwischen Vizemeister), und weil ein Großteil dieser Talente inzwischen in die Jugendklasse aufgerückt ist, stehen die Chancen auf einen erneuten Finaleinzug nicht schlecht. Immerhin können die Gastgeber in Samuel Bellscheidt und Deni Nakaev zwei aktuelle Teilnehmer der Jugend-Europameisterschaften aufbieten, von denen Bellscheidt mit Silber dekoriert zurückkehrte. Härteste Konkurrenten sollten der KV Tennenbronn (Südbaden), der KV Riegelsberg (Saarland) und Nachbarklub AC Köln-Mülheim sein.

Wir erklären, wie die Titelkämpfe am Freitag und Samstag ablaufen:

Die Teilnehmer Zehn Mannschaften haben gemeldet, neben den vier Titelanwärtern noch die KG Lippe/Detmold (NRW), TSV Westendorf (Bayern), der ASV Ladenburg (Nordbaden), die KG Salzgitter/Nienburg (Niedersachsen), der ASV Hüttigweiler (Saarland) und der ASV Urloffen (Südbaden). Startberechtigt sind Jugendliche der Jahrgänge 2000 bis 2004, ausländische Ringer (auch EU, insgesamt drei pro Mannschaft) sind nur zugelassen, wenn sie seit mindestens zwei Jahren eine Startberechtigung für einen deutschen Verein besitzen. Zusätzlich sind zwei nicht-deutsche Aktive pro Team startberechtigt, wenn sie in Deutschland geboren wurden. Der Modus Per Los werden aus den zehn Teams zwei Pools gebildet, in denen jede Mannschaft gegen jeden Konkurrenten antritt, also vier Mannschaftskämpfe bestreitet. Gerungen wird in zehn Gewichtsklassen (43 kg, 46 kg, 50 kg, 55 kg, 60 kg, 65 kg, 71 kg, 77 kg, 85 kg, 110 kg), von denen mindestens acht besetzt werden müssen. Gerungen wird abwechselnd im griechisch-römischen und im Freistil. Nach Abschluss der Poolkämpfe wird eine Tabelle erstellt. Die Finalkämpfe Anhand der Vorrundentabellen werden alle Platzierungen ausgerungen. Das heißt, die Fünften beider Pools kämpfen um Platz neun, die Vierten um Platz sieben, die Dritten um Rang fünf und die Zweiten um Platz drei. Die beiden Tabellenführer ermitteln zum Abschluss der Titelkämpfe den Deutschen Mannschaftsmeister. Der Zeitplan Los geht's am Freitag um 16 Uhr mit Mannschaftsbesprechung und Auslosung. Um 18 Uhr eröffnet der Neusser Bürgermeister Reiner Breuer die Meisterschaften, ab 18.30 Uhr werden auf drei Matten die ersten Poolkämpfe ausgetragen. Im Anschluss lädt der KSK Konkordia zum Empfang ins benachbarte Holiday Inn. Am Samstag geht es um 9.30 Uhr mit den Poolkämpfen weiter, mit den Finalkämpfen ist ab 15 Uhr zu rechnen.

(NGZ)
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