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Neusser EV verliert gegen Dortmund trotz drückender Überlegenheit

Eishockey : NEV verliert gegen Eisadler Dortmund trotz Chancenplus

Gastgeber schießen mehr als 50 Mal auf den von Sven Rotheuler gehüteten Kasten, schaffen aber nur einen Treffer.

(sit) Dass der Neusser EV als Eishockey-Regionalligist sein Heimspiel in der NRW-Qualifikationsrunde gegen den personell bestimmt nicht schlechter bestückten und zudem seit mittlerweile 19 Spielen ungeschlagenen Landesligisten Eisadler Dortmund mit 1:3 (0:2, 0:0, 1:1) verloren hat, ist keine Überraschung. Trotzdem wollte der beim NEV nach Spielen für die Pressearbeit zuständige Jörg Passmann hinterher nicht direkt zur Tagesordnung übergehen. „Denn so ein kurioses Spiel habe ich selten gesehen.“

Die Gäste überraschten die unaufmerksamen  Schützlinge von Trainer Daniel Benske, gingen nach Treffern von Christian Gose (9.) und Felix Berger (15.) mit 2:0 in Führung. „Und stellten danach das Eishockey-Spielen ein“, sagte Passmann. Fortan verschanzten sich die Westfalen in der eigenen Hälfte. „Wir hätten vor unserem Tor ungestört ein Bambini-Training abhalten können“, stellte Passmann einigermaßen fassungslos fest. Doch obwohl er bei der Addition der Angriffsaktionen auf mehr als 50 Torschüsse kam, hielt Dortmunds Keeper Sven Rotheuler seinen Kasten bis zur 56. Minute sauber. Erst dann brach Jason Popek mit seinem Treffer zum 1:2 den Bann. Alexander Richter knallte den Puck kurz darauf an die Latte. Doch statt des längst überfälligen Ausgleichs bediente Gose, der damit an allen Treffern der Gäste beteiligt war, Berger 1:26 Minute vor Schluss zum 1:3. Trotz der in seinen Augen eher destruktiven Spielweise zollte Passmann den Eisadlern Respekt: „Am Ende waren sie stehend k.o. Aber die haben das taktisch gut und clever runtergespielt.“ Den Hausherren war dagegen deutlich anzumerken, dass ihnen die ungewohnt langen Pausen zwischen den Partien der Qualifikationsrunde zusetzen. Passmann: „Aber das darf jetzt keine Entschuldigung für die Niederlage sein.“