Eishockey Zuerst enttäuscht, dann nervenstark

Neuss · Neusser EV setzt auf Pleite in Bergisch Gladbach Sieg bei den Lauterbacher Luchsen. Aber Verletzung von Max Stein drückt aufs Gemüt.

Zeigte in Lauterbach eine starke Leistung im Tor des Neusser EV: Leon Brunet.

Zeigte in Lauterbach eine starke Leistung im Tor des Neusser EV: Leon Brunet.

Foto: Karsten Freiberg

So geht das im Sport: Auf die 1:3-Pleite (1:0, 0:2, 0:1) beim ESV Bergisch Gladbach zu Beginn des Doppelspieltages setzte der Neusser EV zwei Tage später einen im Penaltyschießen unter Dach und Fach gebrachten 3:2-Erfolg (1:0, 0:2, 1:0, 1:0) bei den viel stärkeren Lauterbacher Luchsen.

In Bergisch Gladbach gefiel die neuformierte erste Reihe der Gäste durch schöne Kombinationen, allerfings nur unzureichend belohnt mit dem Führungstreffer von Nikolai Varianov. Im offenen zweiten Drittel schlugen die Real Stars prompt zurück: Brett Witala glich direkt nach Wiederbeginn aus und in der 29. Minute ließ Nikolai Kulik dem guten Neusser Goalie Leroy Reichel keine Chance. Wiederum Witala eröffnete den Schlussdurchang mit dem 3:1. Noch bitterer war indes der Knock-down für Max Stein, der zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus  gebracht werden musste. Drei Minuten vor Schluss nahm der geschockte NEV den Torhüter heraus und erspielte sich noch einige Chancen. Es blieb aber beim enttäuschenden 1:3.

In Lauterbach konnte Trainer Sebastian Geisler drei Reihen aufbieten, Leon Brunet hütete das Neusser Tor.  Kurz vor Drittelende markierte Jason Wolf nach einem Alleingang das 1:0 für den NEV, der indes schon zu Beginn des zweiten Abschnitts durch Matyas Welser (22.) den Ausgleich kassierte. Keine zwei Minuten später traf Mika Junker zum 2:1 für die Raubkatzen. Gestützt auf den sicheren Leon Brunet im Kasten überstanden die Gäste aber diese Phase ohne weiteres Ungemach. Zehn Minuten vor Schluss konterte der NEV, Verteidiger Frank Buchwald traf auf Vorlage von Dimitrii Metelkov zum 2:2.

Weil in der regulären Spielzeit keine weiteren Treffer fielen, ging das Match in die Verlängerung. Die endete ebenfalls torlos, so dass das Penaltyschießen die Entscheidung bringen musste. Nikolai Varianov behielt die Nerven und bescherte dem NEV damit zwei Punkte. Das freute seinen Trainer sehr: „Ich bin mächtig stolz auf die Jungs“, sagte Geisler. „Alle haben sich richtig reingehauen. Wir standen sehr kompakt und haben uns vorne viele Chancen erarbeitet. Das war eine starke Leistung des Teams.“ Durch den Sieg in Lauterbach kletterte der NEV in der Tabelle wieder auf den fünften Rang. Am Freitag geht’s zum Tabellennachbarn Eisadler Dortmund, am Sonntag kommt Neuwied.

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