Eishockey-Regionalliga Neusser EV zieht ein positives Saisonfazit

Neuss · Zum Abschluss der Hauptrunde der Eishockey-Regionalliga gab es für die Quirinusstädter bei Primus Duisburg eine deutliche Niederlage. Doch auch die kann den positiven Gesamteindruck bei den Verantwortlichen nicht schmälern.

 NEV-Goalie Markus Endres hatte bei der Niederlage in Duisburg jede Menge zu tun.

NEV-Goalie Markus Endres hatte bei der Niederlage in Duisburg jede Menge zu tun.

Foto: Karsten Freiberg

Das war wahrlich kein optimaler Ausklang der Regionalliga-Hauptrunde für die Eishockeycracks des Neuss EV. Nachdem im Anschluss an die Niederlage im Nachholspiel gegen Dortmund bereits fast klar war, dass es nichts mehr mit dem fünften Tabellenplatz werden würde, folgten am Wochenende die erwarteten Niederlagen daheim gegen Dinslaken (3:7) und am Sonntag beim Tabellenführer Duisburg mit 1:10. Während also die ersten Vier demnächst mit den Play-offs beginnen, ist die Saison für die Neusser beendet.

Eine Saison, mit der der NEV trotz der jüngsten Rückschläge nicht unzufrieden ist. „Die Jungs und auch ich wollten unbedingt die Regionalliga-Hauptrunde spielen, dieses Ziel haben wir in der Qualifikationsrunde souverän erreicht“, sagt NEV-Coach Sebastian Geisler. Dass die mit Abstand jüngste Mannschaft, zudem als reines Amateurteam, in der zweiten Saisonhälfte gegen Teams mit ganz anderen Voraussetzungen antreten musste, war nicht nur Geisler bereits zuvor klar: „Wir haben uns der Herausforderung bewusst gestellt, wollten als absoluter Außenseiter den einen oder anderen Großen ärgern. Das ist uns gelungen, manchmal mussten wir erwartungsgemäß auch Lehrgeld zahlen.“ Statt laut nach Verstärkungen zu rufen, hat der 44-Jährige im Saisonverlauf immer wieder Talente aus dem eigenen Nachwuchs integriert, die mit couragierten Auftritten das in sie gesetzte Vertrauen rechtfertigten. „Wir möchten hier etwas aufbauen und junge Spieler weiterentwickeln“, hatte Geisler bereits vor der Saison gesagt und diese Maxime auch anschließend konsequent verfolgt.

Zu den Partien, in denen Lehrgeld gezahlt werden musste, gehört auch das abschließende Match gegen Duisburg. Schon nach rund zehn Minuten stand es 3:0 für die Gastgeber, die dann sogar bis zur Spielmitte auf 7:0 erhöhten. Dann gelang dem Neusser EV in Überzahl der Ehrentreffer. Mika Horrix war auf Zuspiel von Dominick Thum erfolgreich. Das letzte Drittel brachte drei weitere Tore für die Heimmannschaft: „Wir wären gerne unter zweistellig geblieben, aber es hat nicht sollen sein. Der kleine Kader und die zusätzliche Verletzung von Jonas Herz machten es nicht einfacher. Das Ergebnis geht aber letztendlich in Ordnung, das war ein starker Auftritt der Duisburger“, meinte der Neusser Coach Sebastian Geisler.

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