Neusser EV erzielt das schnellste Tor, verliert aber hoch mit 1:8.

Eishockey : NEV erzielt das schnellste Tor, verliert aber hoch

Schlusslicht trifft gegen die EG Diez-Limburg schon nach zwölf Sekunden.

Der Neusser EV  sorgte mit seinem  Führungstreffer gegen den haushohen Liga-Favoriten EG Diez-Limburg für eine Überraschung und sogar  für einen „Rekord“ in der zu Ende gehenden Hauptrunde der Eishockey-Regionalliga: Der Kanadier Jason Popek erzielte, angespielt von Timon Busse und Nikolai Varianov, das 1:0 schon zwölf Sekunden nach dem Anpfiff. Das früheste Tor der Spielzeit.  Das war es dann aber schon. Weitere Glanztaten beim Gastgeber Fehlanzeige. Der NEV konnte schließlich froh sein, nur 1:8 (1:1, 0:6, 0:1) und nicht zweistellig verloren zu haben.

Die Gäste spielten im ersten Drittel nicht überzeugend und taten sich – weitgehend durch eigenes Verschulden – schwer, den Ausgleich zu fabrizieren. Es dauerte bis zur 14. Minute, und nach Philipp Maiers Treffer zum 1:1 kam der Favorit immer noch nicht auf Hochtouren. Das aber änderte sich im zweiten Drittel. Diez-Limburg zog die Zügel an, erhöhte plötzlich das Tempo, kombinierte zügig und zielstrebig und setzte den konsternierten Neusser EV innerhalb von neun Minuten mit drei Doppelschlägen schachmatt. Entsprechend zufrieden war EG-Trainer Frank Petrozza mit seinen Schützlingen: „Ich bin sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie wir heute Abend gespielt haben.“ Hilflos versuchte der NEV zu verteidigen und bot dabei ein desolates Bild. Auch NEV-Trainer Daniel Benske schien ratlos. Er nahm weder eine Auszeit, um seinen Hühnerhaufen zu ordnen, noch scheute er einen Torwartwechsel. Keeper Ken Passmann war nicht zu beneiden. Benske hoffte offensichtlich darauf, dass sein Team sich wieder fängt. Diese Rechnung ging schließlich sogar auf, was aber weniger ein Verdienst der Neusser Spieler war als vielmehr mit dem Nachlassen der Konzentration beim Gegner zusammenhing. Der tändelte wie im ersten Drittel und brachte abermals nicht mehr als einen Treffer zustande. Aber das reichte aufgrund der stabilen Abwehr, die von den schussschwachen Neussern nicht zu überwinden war. Immerhin fast 60 Minuten lang.

Insgesamt trugen sich beim Favoriten sechs Spieler in die Torschützenliste ein – angeführt von Ross Reed (3), Leonard Günther, Philipp Maier, David Lademann, Domink Luft und Tobias Schwab.