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Neusser Besitzer feiern Sieg beim Galopprennen in Düsseldorf.Grafenberg

Galopp : Neusser feiern Sieg in Grafenberg

„Der Prince“ von Erika und Didi Ulbricht gewinnt Pattex-Rennen am Henkel-Renntag

Im April diesen Jahres hat  Axel Kleinkorres die Neusser Rennbahn mit seinen 24 Pferden in Richtung Mülheim/Ruhr verlassen. Mittlerweile wohnt der Trainer im Stadtteil Broich und nach einigen bei Umzügen üblichen Anfangsproblemen laufen die Pferde aktuell pfeilschnell.

„Ich fühle mich wohl in Mülheim, der Rennclub hat alles für mich getan, aber lieber wäre ich in Neuss geblieben,“ fasst Kleinkorres seine aktuelle Situation zusammen. Das vergangene Wochenende war nach längerer Zeit wieder einmal eine erfolgreiche Phase, aber er sagte auch wehmütig: „Die Pferde standen bis vor drei Monaten alle noch in Neuss.

Beim Henkel-Renntag auf dem Düsseldorfer Grafenberg vor Corona-bedingt nur 300 zahlenden Zuschauern, den Trainern und allen anderen für die Durchführung eines Renntages notwendigen Personen triumphierte Kleinkorres schon im ersten Rennen. Es war im Grunde ein Neusser Pferd, denn der zweijährige Hengst Der Prince gehört  Erika und Dieter Ulbricht. Deren Pferde sind mit dem Trainer nach Mülheim gewechselt. Beim Lebensdebüt gewann der Vollblüter mit dem in Frankreich als Deckhengst wirkenden Hamburger Derbysieger Waldpark als Erzeuger das Pattex-Rennen und der Kommentator Christoph Barluschke flachste: „Der Prince hatte aber keinen Klebstoff an den Hufen.“ Erstaunlich souverän sicherte er rund 4000 Euro Prämie für die Besitzer. Zum eher kleinen Auktionspreis von 8500 Euro wurde das damals noch namenslose Pferd auf der BBAG-Auktion in Iffezheim vom Gestüt Fährhof gekauft und nach dem Urteil des 51 Jahre alten  Jockey-Routiniers Adrie de Vries ist weitere Hoffnung angesagt: „Ein sehr nettes Pferd mit viel Talent.“  Kleinkorres, der beim TV-Interview zum Abnehmen der Maske gebeten werden musste: „Ein unkompliziertes Pferd mit einem echten Rennkopf.“ Erika und Dieter Ulbricht, die als Besitzer trotz Corona auf die Rennbahn durften, jubelten schon vor dem Ziel: „Ich habe bereits am Übergang gesehen, dass er gewinnt“ stellte der alte Rennsport-Fahrensmann Didi Ulbricht fest.

Am Samstag in Köln feierte Kleinkorres bereits den Sieg im BBAG-Auktionsrennen. Der Hengst Timotheus blieb nach dem zweiten Start für seine Besitzerin Birgit Roßteuscher (Stall Phanton) aus Köln ungeschlagen und katapultierte sich damit zu einem der besten jungen deutschen Rennpferde. Auch er ist ein Auktionskauf, für ihn wurden 10.000 Euro bezahlt. Züchter ist der Pflegedienstbetreiber Uwe Hagemann aus Einbeck in Niedersachsen. Die Aufzucht erfolgte allerdings im bewährten Gestüt Ohlerweiherhof der Familie Volz in St. Wendel im Saarland.

Der als „Vollblut-Trüffelschwein“ mit Käufen schneller Pferde für kleine Preise seit Jahren bewährte Axel Kleinkorres: „Von dort kaufe ich immer sehr gern.“ Für Timotheus gab es schon nach dem ersten Sieg Kaufangebote, die aber (noch) abgelehnt wurden. Es könnte sich ändern, wenn der Hengst seine gute Form im Zukunfts-Rennen am 12. September in Baden-Baden/Iffezheim bestätigen sollte.