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Rudern: Neusser Achter punktet kräftig im Kampf um Zweite Liga

Rudern : Neusser Achter punktet kräftig im Kampf um Zweite Liga

Am Ende gab es zwar die "goldene Ananas", die die Veranstalter der Ruder-Bundesliga stets für den Viertplatzierten bereit halten. Trotzdem durfte der Männerachter des Neusser Rudervereins mit dieser Platzierung beim vorletzten Renntag auf der Fulda in Kassel zufrieden sein, denn damit gelang ihm der Sprung auf den siebten Tabellenplatz der Zweiten Liga – und mit nun sieben Zählern Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang, den der Wikingachter Berlin innehat, dürfte eine weitere Saison im Unterhaus der Ruder-Bundesliga gesichert sein. Weniger gut lief es bei den Damen der "Rheinsprinter", die nicht über Platz zehn hinaus kamen.

Die Neusser Männer zeigten gleich zu Beginn, dass sich das intensivierte Training gelohnt hat: Im Zeitlauf setzten sie sich gegen den Gießen-Achter durch, gegen den sie vor zwei Wochen in Duisburg noch unterlegen waren. Und das sogar mit der schnellsten Zeit aller zwölf Boote, was der NRV direkt ins Viertelfinale brachte. Hier setzten die Neusser noch eins drauf, gaben dem DRC Hannover vom Start weg das Nachsehen und erreichten so erstmals das Finale der besten Vier. "Die Stimmung im Boot war unbeschreiblich", versuchte sich Wolf-R. Strauß trotzdem an einer Beschreibung. Vielleicht deshalb unterlief seinen Teamkollegen im Halbfinale gegen Allemania Hamburg ein entscheidender Fehler: Weil sie dachten, schon verloren zu haben, nahmen die Neusser Fahrt weg, um Kräfte fürs Finale zu sparen. Da blieben die Hamburger an einer Boje hängen – der jetzt einsetzende Endspurt des NRV kam aber zu spät, um die Hanseaten noch abzufangen, die damit ins Finale einzogen. Dem NRV blieb der Kampf um Platz drei, der knapp gegen Münster verloren ging. "Dadurch mussten wir uns mit der goldenen Ananas zufrieden geben", sagte Strauß, der überdies die in Duisburg noch heftig kritisierte Steuerfrau Nicole Geerkens lobte: "Auch an den Steuerseilen wurde eine perfekte Arbeit geliefert."

Das tat auch Dorothea Redmann bei den Rheinsprintern, trotzdem reichte es für die Startgemeinschaft aus Neuss und Düsseldorf nur zu einem Sieg in vier Rennen. "Wir kleben ein bisschen an unserem zehnten Platz fest", sagt die Steuerfrau, denn den belegte ihre Crew nicht nur im Tagesklassement, sondern auch in der Gesamttabelle.

Zum Auftakt gab es im Zeitrennen eine Niederlage gegen die Rheinperlen aus Bonn, dem im Achtelfinale eine gegen den Alsterachter Hamburg folgte. "Damit war klar, dass wir in der unteren Tabellenhälfte bleiben", so Redmann. Im Halbfinale setzten sich die Rheinsprinter dann mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung vor dem Kaffeemacher-Achter aus Dresden durch. "Danach war ein bisschen die Luft 'raus", meinte die Steuerfrau, so dass es zum Abschluss eine Niederlage gegen die Hamburg-Sprinter gab.

(NGZ)