Rudern : Neusser Achter erreichen ihre Ziele

Auch wenn beim Finale auf der Hamburger Binnenalster nicht alles rund lief, haben die beiden Achter des Neusser Rudervereins ihre erste Saison in der Bundesliga erfolgreich hinter sich gebracht. RheinSprinter und NRV-Achter streben jetzt eine Fortsetzung im nächsten Jahr an

Sie haben sich mächtig ins Zeug gelegt. Auf dem Wasser sowieso. Aber auch, was die Öffentlichkeitsarbeit und die Vermarktung ihres "Produkts" angeht, können die beiden Achter des Neusser Rudervereins ein zufriedenes Fazit unter ihre erste Saison in der Ruder-Bundesliga ziehen.

Toller Sport vor ebensolcher Kulisse, das gehört zum Konzept der Ruder-Bundesliga dazu. Das Finale fand am Samstag auf der Hamburger Binnenalster statt (im Bild der Männerachter des Neusser Rudervereins), wo sich auch die "RheinSprinter" Düsseldorf-Neuss (Bild links) noch einmal mächtig ins Zeug legten. Foto: Neusser RV

Sportlich ohnehin. Sowohl die RheinSprinter, die Frauen-Startgemeinschaft aus NRV und Ruderclub Germania Düsseldorf, als auch der Vereinsachter der Neusser Männer erreichten mit Rang neun in der Ersten beziehungsweise Platz acht in der Zweiten Liga die selbst gesteckten Ziele.

Foto: Verein

Eine durchaus mögliche noch bessere Platzierung verpassten beide Boote beim Finale auf der Hamburger Binnenalster nur knapp. Die Männer mussten nach dem Viertelfinale gegen den Wikingachter minutenlang auf die Auswertung des Zielfotos warten — am Ende fehlten ganze sieben Hundertstelsekunden zum Vordringen unter die besten Vier. Nach zwei knappen Niederlagen gegen das Max Müller Team aus Bremen und im letzten Rennen gegen den Bodensee-Achter blieb es so beim achten Rang in der Tageswertung — was im Endklassement ebenfalls Rang acht und den von Beginn an angestrebten Verbleib in der Zweiten Liga bedeutete.

Die RheinSprinter waren durch einige Krankheits-bedingte Ausfälle leicht geschwächt nach Hamburg gefahren, so dass es in der Tageswertung nur zu Platz elf reichte. Vor dem letzten Rennen gegen die Elbe Ruhr-Rakete musste dann auch noch Steuermann Sven Breidenbach passen — ohnehin angeschlagen in den Renntag gegangen, war er so heiser, dass die Ruderinnen seine Kommandos nicht mehr verstehen konnten. Kurzfristig sprang Dorothea Redmann in die Bresche — und pilotierte ihre Bootskolleginnen noch zum versöhnlichen Abschluss mit einem Sieg über die Konkurrenz aus Dresden und Duisburg.

Nicht nur deshalb ist für die Sportmedizinerin, die sich auch um die Öffentlichkeitsarbeit der RheinSprinter kümmert, klar: "Wir haben die erste gemeinsame Bundesliga-Saison glücklich überstanden und freuen uns jetzt schon auf die Fortsetzung." Ähnlich sieht es Thorbjörn Dorow aus dem Männerachter: "Allen Beteiligten war bereits in Hamburg schnell klar, dass es 2013 erneut einen Tempo-Achter aus Neuss geben wird, der die Stadt und den Verein in Deutschland vertreten wird."

Schließlich haben die Bundesliga-Boote Rudern in Neuss ein wenig mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Was sich auch auf Seiten der Sponsoren bemerkbar machte, von denen einige erst während der laufenden Saison einstiegen. Weshalb für Dorothea Redmann feststeht:: " Für die vielseitige Unterstützung beider Rudervereine und der Sponsoren können wir uns nur bedanken."

(NGZ)