Korschenbroich : Neuer Plan fürs Rathaus

Das Kölner Architekturbüro BHBFH zeigte gestern Abend im Bauausschuss, wie die Verwaltung künftig das A-Gebäude des Gymnasiums als Rathaus nutzen kann. Der Entwurfsplan, den Sabina Hauers präsentierte, fand große Zustimmung. Lediglich bei der Größeneinteilung des jetzigen Forums als Sitzungssaal und multifunktional zu nutzender Halle sollen die Architekten nachbessern. Zudem wünschte sich der Ausschussvorsitzende Marcus Klancicar (SPD) "mehr Transparenz bei der Büroaufteilung".

Die BHBFH wurde im September mit dem Auftrag betraut und hatte in anschaulicher Weise, das bislang unscheinbare Schulgebäude an der Don-Bosco-Straße zu einem nutzbringenden Bürotrakt planerisch umfunktioniert. Wenn sich Politik und Verwaltung einig sind, könnte das A-Gebäude schon nach den Sommerferien 2012 umgebaut werden. Bei einem reibungslosen Verlauf prognostizierte Sabine Hauers dem Bauausschuss eine Fertigstellung für April 2013. Der eigentliche Zeitplan sieht die Monate Juli/August 2013 für die Übergabe vor. "So hätten wir etwas Luft, für mögliche Verzögerungen", warb Sabina Hauers für ein zusätzliches Zeitpolster.

Das in 1974 errichtete A-Gebäude soll künftig Teile der Stadtverwaltung beherbergen: Sabina Hauers will die großzügigen Klassenräume in 61 Arbeitsplätze umwandeln. Ihr Vorschlag: Jeweils zwei Mitarbeiter sollten sich im Regelfall ein Büro teilen. Da die bisherigen Klassenräume eine Länge von sieben Metern haben, empfiehlt sie, die einzelnen Büros mit einer "Vorzone" auszustatten. Die Bürogröße gibt sie mit 23 bis 35 Quadratmeter an.

Das jetzige Forum soll künftig dreiteilbar sein. Es soll der Politik als Versammlungsstätte dienen und für die Vereine als Veranstaltungsraum genutzt werden. Nach ihren Vorstellungen sollten dort maximal 400 Menschen Platz finden. An dieser Stelle soll allerdings nachgebessert werden, ebenso werden weitere Vorschläge für die niedrige Deckenkonstruktion erwartet. Die Gesamtkosten von 3,3 Millionen Euro wurden gestern lediglich zur Kenntnis genommen. Dabei waren die Außenanlage und die technische Ausstattung nicht eingerechnet worden.

(NGZ)