Idee wurde Realität: Neuer Kirchenführer für St. Pankratius

Idee wurde Realität : Neuer Kirchenführer für St. Pankratius

Von Simon Hopf Die alte Kirche ist mitsamt dem Dorf schon lange verschwunden, doch viele an den neuen Standort herübergerettete Ausstattungsstücke halten die Erinnerung an den in den Jahren 1858/60 errichteten Bau wach. Die Erinnerung ist das Eine, das Wissen um die Bedeutung und die Geschichte "dahinter", jedoch das Andere. Lange gehegten Wunsch erfüllt: Pfarrer Michael Schmitz und Peter Giesen haben zusammen einen Kirchenführer für St. Pankratius Garzweiler erstellt. NGZ-Foto: M. Reuter

Von Simon Hopf Die alte Kirche ist mitsamt dem Dorf schon lange verschwunden, doch viele an den neuen Standort herübergerettete Ausstattungsstücke halten die Erinnerung an den in den Jahren 1858/60 errichteten Bau wach. Die Erinnerung ist das Eine, das Wissen um die Bedeutung und die Geschichte "dahinter", jedoch das Andere. Lange gehegten Wunsch erfüllt: Pfarrer Michael Schmitz und Peter Giesen haben zusammen einen Kirchenführer für St. Pankratius Garzweiler erstellt. NGZ-Foto: M. Reuter

Und eben dies kommt oft zu kurz. Pastor Michael Schmitz, der erst kürzlich seinen 85. Geburtstag feiern konnte, hegte daher schon länger den Gedanken, einen Kirchenführer durch St. Pankratius zu erstellen, der Besuchern, Pfarrangehörigen und kulturhistorisch Interessierten etwas über das Gotteshaus und sein Inventar verrät.

Aus der Idee wurde Realität. Als rechte Hand bei der Umsetzung fungierte einmal mehr Peter Giesen, der das "kleine Werk" nicht ohne Stolz als ein "Sinnbild für die bewährte Zusammenarbeit" der beiden betrachtet. Das Projekt ist mittlerweile so weit gediehen, dass die Broschüre bei einem Fachverlag in Saarbrücken zum Druck vorliegt.

Der Erläuterungstext des Kirchenführers, der demnächst beispielsweise im Pfarramt oder der Bücherei gegen einen geringen Obolus zu erwerben sein wird, wurde absichtlich knapp gehalten: Kurz, bündig und informativ, lautete der Leitgedanke, nach dem das Heftchen konzipiert wurde. Es widmet sich einer Kirche, die in ihrer Kombination aus Alt und Neu etwas Besonderes darstellt.

"Gelungen", meint Pastor Schmitz dazu. Der Seelsorger ist seit bald vierzig Jahren an St. Pankratius. Seit dem 14. November 1965 wirkt er in Garzweiler. "Ich bleibe, so lange ich darf", sagt er bescheiden. Ob ihm das Dorf mit seinen Menschen in dieser langen Zeit zur Heimat geworden ist? "Ich fühle mich zuhause", antwortet er bedächtig.

Viel Aufhebens um sich und seine Person zu machen, ist ihm fremd. Seinen Geburtstag hätte er deshalb am liebsten ohne allen Trubel gefeiert, doch da hatte er die Rechnung ohne seine "Schäfchen" gemacht, die "ihrem" Herrn Pastor einen stimmungsvollen Abend im Pfarrheim ausrichteten.

Das Geschenk seiner Gemeinde hatte Pfarrer Schmitz indes schon zuvor in Empfang nehmen, oder besser noch erleben, können: eine Reise nach Rom mit dem Höhepunkt einer Audienz bei Papst Johannes Paul II., den er sehr schätzt. Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff hatte diese Begegnung möglich gemacht.

Doch zurück von Rom nach Garzweiler, vom gewaltigen Petersdom nach St. Pankratius und noch schnell einen Blick hineingeworfen in den neuen Kirchenführer: Zu Wort kommen der Architekt Günter Quasten, der für den Entwurf und die Ausführung des Gebäudes verantwortlich zeichnete, sowie Titus Reinartz, der den Altarraum mit Opfertisch, Tabernakel und Lesepult gestaltete.

Nicht zu vergessen Marianne Hilgers, die die neuen Fenster entwarf. Was gibt es also in der Kirche von Garzweiler alles zu entdecken? Am besten, man macht sich einfach mal auf den Weg . . .

(NGZ)
Mehr von RP ONLINE