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Skaterhockey: Neuer Coach beflügelt die Eagles

Skaterhockey : Neuer Coach beflügelt die Eagles

Am Wochenende startet die Saison in der neuen eingleisigen Skaterhockey-Bundesliga, mit dabei aus dem Rhein-Kreis Neuss sind die Uedesheim Chiefs und die Crash Eagles Kaarst.

Zuerst dran sind aber die Kaarster, die am Samstag beim Meisterschafts-Topfavoriten TV Augsburg spielen.

Fast wären die Crash Eagles Kaarst als Gründungsmitglied der Skaterhockey-Bundesliga gar nicht dabei gewesen, wenn sich die höchste Spielklasse in Deutschland in diesem Jahr erstmals eingleisig präsentiert. Doch sportlich eigentlich schon abgestiegen, profitierten sie davon, dass zwei Zweitligisten ihr Aufstiegsrecht nicht wahrnahmen. So sind die Eagles also doch mit von der Partie, wenn am Wochenende der Saison-Startschuss fällt. Große Hoffnungen setzen die Kaarster auf ihren neuen Trainer Jan Opial, der die Mannschaft in den vergangenen Monaten intensiv auf das Unternehmen Klassenerhalt vorbereitete.

So neu ist Opial allerdings gar nicht, denn vorige Saison assistierte der 58-Jährige bereits dem zum Lokalkonkurrenten Uedesheim Chiefs abgewanderten Wolfgang Hellwig. Dass er jetzt allerdings alleine die Verantwortung trägt, hat für den Chef des Kaarster Tiefbauamtes sowohl positive als auch negative Aspekte: "Einerseits kann ich meine eigenen Vorstellungen besser umsetzen. Andererseits fehlt die Unterstützung in der Trainingsarbeit, vier Augen sehen eben mehr als zwei."

Wobei Opial weiterhin auf die Zusammenarbeit mit Mentalcoach Klaus Regnault bauen kann: "Das ist sehr positiv. Er bringt ganz neue Perspektiven und Ansätze in die Arbeit mit dem Team ein", betont Jan Opial. Klar, dass neben dem mentalen Training in der Vorbereitung auch intensiv an der Physis gearbeitet wurde. Dabei wurden durch die Zusammenarbeit mit einer in Kaarst neu eröffneten Praxis für Physiotherapie neue Wege beschritten — auch um künftig Verletzungen vorzubeugen. In Sachen Taktik wurden neue Varianten einstudiert, die die Eagles unberechenbarer machen und es ihnen ermöglichen sollen, besser auf sich verändernde Spielsituationen zu reagieren.

"So eine intensive und vielfältige Vorbereitung hatten wir noch nie", meint der Eagles-Vorsitzende Wolfgang Dietrich. Schließlich galt es, einen der jüngsten Bundesliga-Kader (Altersschnitt 22) fit für den Konkurrenzkampf in einer Liga zu machen, die durch die Umstellung auf Eingleisigkeit deutlich an Qualität zugelegt hat. Denn trotz des nur durch eine glückliche Fügung verhinderten Abstiegs sind die Kaarster ihrer Linie treu geblieben. Spielern aus dem eigenen Nachwuchs wird weiter großes Vertrauen geschenkt.

Von außen wurden in Marc André Otten (Sterkrade), Patrick Benzler (Bockum) und Jan Spaltmann (Düsseldorf) nur zwei Feldspieler und ein Juniorentorhüter dazu geholt. Ob das reicht, um den Traditionsklub unter den verschärften Voraussetzungen in der umstrukturierten Bundesliga zu halten, da wollen sich die Kaarster nach den negativen Erfahrungen der Vorsaison gar nicht so genau festlegen — damals hatten sie sogar mit einem Play-off-Platz geliebäugelt.

"Ich mache mein Saisonziel nicht am letzten Spieltag fest, sondern ich möchte sehen, dass die Mannschaft in jedem Training und in jedem Spiel kleine Fortschritte macht", erklärt Jan Opial, der sich dann aber doch festlegt: "Wir sind gut genug, um den Abstieg zu vermeiden."

(NGZ/rl)