Jüchen : Neue Umkleiden in 2013

Seit 2006 verhandeln die Verwaltung und der VfB Hochneukirch über neue Umkleiden. Jetzt sind die Verträge für den Umkleidenbau unterzeichnet, Probleme gab es mit einer Ausfallbürgschaft. Noch fehlt die Baugenehmigung.

Auf diese Mitteilung haben die Mitglieder des VfB Hochneukirch lange gewartet: "Die Verträge mit der Gemeinde für das neue Vereinsheim und die Umkleiden sind unterschrieben. Jetzt warten wir auf die neue Baugenehmigung", sagt Kassiererin Gerda Kühner. "Endlich."

Bereits seit fünf Jahren verhandeln die Gemeindeverwaltung und die Fußballer über die Finanzierung und den Bau von Umkleiden am neuen Sportplatz. Strittig war die Größe des Projekts, Differenzen gab es auch über die Höhe des Zuschusses und der Eigenleistung der Sportler. Für die Sportler bisher ein Problem: Zwar konnten sie auf einem neuen Platz spielen, aber Umkleiden und sogar ein einfacher Unterstand als Wetterschutz fehlten.

Im Frühjahr hatte sich eine neue Arbeitsgruppe gebildet mit einem klaren Auftrag: Alle Unstimmigkeiten auszuräumen und das Projekt zur Unterschrift zu bringen. Dies ist jetzt gelungen. 330 000 Euro wird die Gemeinde übernehmen, 19 Prozent die Sportler. Die Baupläne wurden deutlich abgespeckt: Statt vier Umkleiden werden jetzt nur zwei errichtet.

Doch kurz vor dem Notartermin drohte der Vertrag erneut zu platzen: Die Gemeinde hatte eine Ausfallbürgschaft verlangt. Das erklärt Bürgermeister Harald Zillikens: "In dem Vertrag war eine Ausfallbürgschaft vorgesehen." Der Verein sollte seinen Anteil versichern lassen — die Verwaltung wollte sich absichern, falls es zu Problemen gekommen wäre, so der Bürgermeister.

"Doch wir konnten keine Versicherung finden, da dem VfB die finanziellen Sicherheiten fehlten und der Vorstand nicht persönlich haften wollte." Deshalb wurde dieser Passus aus dem Vertrag gestrichen — "mit der Konsequenz, dass die Gemeinde jetzt das Risiko trägt", sagte Zillikens.

Auch die rund 300 Sportler stehen, so Gerda Kühner, vor einer großen Aufgabe: "Wir haben uns zur Eigenleistung verpflichtet. Also werden wir nach der Arbeit oder am Wochenende mit anpacken." Eine Bauzeit von zwei Jahren hält die VfB-Kasiererin für "realistisch": "Schneller wird es nicht gehen".

Da das Vorhaben verkleinert wurde, musste eine neue Baugenehmigung beantragt werden. Darauf warten die Sportler jetzt — durchaus ungeduldig. "Wir sind froh, dass es bald losgeht. Sobald die Genehmigung da ist, können wir konkret planen", so Gerda Kühner.

(NGZ)