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Neue Stabhochsprung-Anlage auf der Wolker-Anlage in Neuss

Leichtathletik : In Neuss gibt’s wieder Stabhochsprung

Beim 3. Sprintertag der DJK Novesia stand der erste Wettkampf auf der neuen Anlage auf dem Plan. Zuletzt hatte es Mitte der 1960er Jahre eine Stabhochsprung-Anlage im Neusser Stadtgebiet gegeben.

Der dritte Sprintertag der DJK Novesia Neuss war auch unter erschwerten Bedingungen ein voller Erfolg. Rund 250 Athleten verschiedenster Altersklassen traten auf der Ludwig-Wolker-Sportanlage gegeneinander an. Die Hygienevorschriften stellten kein Problem dar: „Der nötige Abstand wurde überall eingehalten, auch auf dem großen Aufwärmplatz“, sagte Maximilian Rhine-Gritz, stellvertretender Abteilungsleiter der Leichtathleten. „Der Zeitplan war bewusst großzügig angesetzt, so gab es keinen Stress oder Gedrängel, und der Wettkampf konnte in entspannter Atmosphäre durchgeführt werden.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die offizielle Eröffnung der Stabhochsprunganlage. Die war insofern etwas ganz Besonderes, weil diese Disziplin schon seit Ewigkeiten nicht mehr auf Neusser Boden ausgeübt werden konnte. „Bis etwa Mitte der 1960er Jahre gab es eine Anlage im Jahnstadion. Wo die geblieben ist, kann ich nicht sagen“, sagte Hans-Peter Heinen, Leichtathletik-Urgestein von der TG Neuss, auf Anfrage unserer Redaktion. Er selbst hat noch Sportler im Jahnstadion springen sehen.

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Dass die neue Anlage auf Neusser Boden etwas Besonderes ist, machten auch die Gäste auf der Wolker-Anlage deutlich. Unter anderem waren dabei: Bürgermeister Reiner Breuer, Sportamtsleiter Uwe Talke, Meinolf Sprink als Vorsitzender des Stadtsportverbandes, Peter Wastl als Vorsitzender des Leichtathletik-verbandes Nordrhein, Rolf Knipprath und Dietmar Dahmen aus dem Sportausschuss der Stadt Neuss sowie Isabelle Rhine als Vertreterin des DJK-Verbandes.

Die neue Stabhochsprung-Anlage testeten knapp 30 Athleten auf ihre Wettkampftauglichkeit. Am höchsten sprang Gero Faust vom TV Wattenscheid mit 4,20 Metern, dazu gab es zahlreiche persönliche Bestleistungen wie die von Luis Schädlich (3,11 Meter, M15) und Annica Gritz (2 Meter, W13, beide Novesia). Auch in den Laufdisziplinen gab es starke Leistungen. Zwar wurde der Bahnrekord über 100 Meter nicht geknackt, der Leverkusener Noah Wilker kam aber trotz Gegenwind und starker Böen mit 10,94 Sekunden bis auf fünf Hundertstelsekunden an die Bestmarke aus dem Vorjahr ran. Auch über 200 Meter war Wilker nicht zu schlagen. Über die 800 Meter lief Vereinskollege Fabian Bürckel vorne weg und gewann in 1:56,00 Sekunden.

Auch die Gastgeber konnten sich über einige Top-Leistungen freuen: Helena Stöcken (U18) verbesserte ihre Bestzeiten über 100 und 200 Meter, was jeweils den zweiten Platz und die Qualifikation für die Nordrheinmeisterschaften bedeutete. Die Qualifikationsnorm unterboten auch Darius Merker (U18) über 200 Meter und Luis Schädlich (M15) über 300 Meter. Ebenfalls die Norm, den Sieg und eine neue Bestleistung bedeuteten übersprungene 1,56 Meter für Adrian Pluta (M14).

Bei den Senioren waren die Felder ebenfalls gut gefüllt, der älteste Starter war Herbert E. Müller vom LAV Bayer Uerdingen/Dormagen mit stolzen 91 Jahren. Er holte sich den Dreifachsieg über 100, 200 und 400 Meter vor seinem fünf Jahre jüngeren Vereinskollegen Fred Ingenrieth. Für ihn diente der Wettkampf als erste Orientierung und Leistungstest nach schwieriger Vorbereitung – die Europarekorde in der M90 sind möglicherweise noch in Reichweite. „Ein großer Dank an die Helfer, die den Wettkampf ermöglicht haben“, sagt Rhine-Gritz. „Wir haben viel positives Feedback bekommen, die Athleten haben sich sehr gefreut, endlich wieder starten zu und die Saison doch noch versöhnlich zu Ende bringen zu können.“