Jüchen: Neue Lidl-Filiale wird ab April gebaut

Jüchen : Neue Lidl-Filiale wird ab April gebaut

Die Neuwagenhalle bei Ford Wirtz wird abgerissen. Dort, an der Kölner Straße 27–29, entsteht stattdessen eine Lidl-Filiale der neuen Generation mit 63 Parkplätzen. Für Bürgermeister Zillikens "eine Stärkung des Zentrums".

Die Neuwagenhalle bei Ford Wirtz wird abgerissen. Dort, an der Kölner Straße 27—29, entsteht stattdessen eine Lidl-Filiale der neuen Generation mit 63 Parkplätzen. Für Bürgermeister Zillikens "eine Stärkung des Zentrums".

So soll der neue Lidl-Markt an der Kölner Straße in Jüchen aussehen. Geplant wird er von der Schoofs-Gruppe in Kevelaer. Ab Juli kann beim Discounter eingekauft werden. Foto: Schoofs-Gruppe

Der Discounter Lidl wird ab April in das Jüchener Zentrum zurückkehren — "mit einem Gebäude der neuesten Generation, das auf Energiesparsysteme setzt", erläutert Josef Schoofs, Bauherr und Geschäftsführer der Schoofs-Gruppe aus Kevelaer. Auf einem rund 4300 Quadratmeter großen Areal an der Kölner Straße 27—29 wird bis Juli gebaut. "Die Bauzeit wird rund vier Monate betragen", so Schoofs. Neben dem Markt mit mindestens tausend Quadratmetern Verkaufsfläche werden 63 Parkplätze eingerichtet. Bürgermeister Harald Zillikens zeigte sich zufrieden mit diesem neuen Impuls für das Jüchener Zentrum: "Wir haben der Firma Lidl unterschiedliche Flächen angeboten. Das Unternehmen hat sich bewusst für die Ansiedlung in der Nähe der anderen Discounter und Märkte entschieden."

Die Neuwagenhalle von Ford Wirtz wird für eine neue Lidl-Filiale abgerissen. Baustart ist im April 2013. Foto: Archiv: M. Reuter

Seit Winter 2010 ist das Thema Lidl für das Zentrum wieder aktuell. Der Discounter war bereits zuvor an der Odenkirchener Straße angesiedelt gewesen, hatte diesen Standort laut Bürgermeister Harald Zillikens aber aus Platzgründen aufgegeben und war an einer Rückkehr interessiert.

Jetzt wird die Kölner Straße die neue Adresse; dafür wird die Neuwagenhalle des Händlers Ford Wirtz abgerissen. Das Autohaus selbst wird seinen Standort aber erhalten, hatte Manfred Wirtz gegenüber der NGZ erklärt.

Warum der Weg vom ersten Entwurf bis zur jetzt erteilten Baugenehmigung relativ lang war: Für das prognostizierte dichte Verkehrsaufkommen — maximal hundert Fahrzeuge pro Stunde — musste eine verkehrstechnische Lösung gefunden werden. Insbesondere, da auch viele Autos vom gegenüberliegenden Parkplatz bei Aldi, Kik und dem Rewe-Markt auf die Kölner Straße fahren. Eine verbreiterte Linksabbiegerspur soll nun den Verkehr aufnehmen.

Für Bürgermeister Harald Zillikens erfüllt die neue Lidl-Filiale auch eine Forderung des Einzelhandelsstandortkonzepts, wonach die Siedlungsschwerpunkte Jüchen, Bedburdyck/Gierath und Hochneukirch zu stärken sind: "Ein Vorteil gegenüber einer Ansiedlung an der Robert-Bosch-Straße: Der Standort im Zentrum ist fußläufig erreichbar. Das ist gerade für ältere Leute wichtig." In Hochneukirch sei die Ansiedlung von Discountern am Ortsrand vielfach kritisiert worden, da man diese nur mit dem Wagen erreichen könne.

In Jüchen wird ein Lidl-Gebäude der neuesten Generation errichtet: Neben einer modernen Architektur sollen auch Standards für Energie-Effizienz und Nachhaltigkeit gesetzt werden. "Heizenergie, Kohlendioxid-Ausstoß und Stromverbrauch sind im zentralen Fokus", sagt Schoofs-Bauleiter Markus Lange. So werde etwa die Abwärme aus den Kühlregalen genutzt, um den Markt zu heizen, eine Integralanlage erzeuge dabei den gesamten Wärme- und Kältebedarf des Objekts.

Das Konzept sehe weiterhin "die Verwendung von hochwertigen und langlebigen Baumaterialien" vor, darüber hinaus soll das Gebäude eine "ansprechende Pultdach-Optik" erhalten, erläutert Architekt Mark Kassautzki, der die Ausführungsplanung verantwortet.

(NGZ/ac)