Fußball Ex-Neusseer Ben Manga sucht neue Herausforderung

Rhein-Kreis · Der ehemalige Spieler des VfR Neuss und TuS Grevenbroich kommt immer gerne in die Heimat zurück. Dafür wird er künftig weiter reisen müssen. Er wird offenbar Sportdirektor beim FC Watford in England.

Ben Manga verlässt offenbar Frankfurt in Richtung England.

Ben Manga verlässt offenbar Frankfurt in Richtung England.

Foto: dpa/Arne Dedert

Auch wenn Ben Manga nun schon seit etlichen Jahren in unterschiedlichen Funktionen im deutschen Profifußball unterwegs ist und dabei als Talentspäher die ganze Welt bereist, hat er seine Wurzeln im Rhein-Kreis Neuss nie vergessen. Und wer schon mal mit dem inzwischen 48-Jährigen zu tun hatte und mitbekommen hat, wie bodenständig er geblieben ist, dem ist klar, dass sich daran auch nichts ändert, wenn er das nächste große Abenteuer in seiner Karriere angeht. Denn was die Spatzen schon länger von den Dächern pfiffen, scheint nun Gewissheit zu sein. Jedenfalls vermeldete die Frankfurter Rundschau jetzt, dass Mangas Abschied von der Eintracht besiegelt ist. Zum 30. November wurde laut der Tageszeitung sein Vertrag als Direktor Profifußball bei dem Bundesligisten aufgelöst. Er verlässt den Klub auf eigenen Wunsch, um beim englischen Zweitligisten FC Watford den Posten als Sportdirektor zu übernehmen.

Damit treibt Manga seine Karriere voran, indem er im Ausland neues Terrain betritt. Eine Karriere, die im Rhein-Kreis Neuss begann. Er ist zwar in Äquatorialguinea geboren, wuchs aber in Neuss auf. Bei der DJK Rheinkraft, dem VfR Neuss und dem TuS Grevenbroich legte er die Grundlagen für den Sprung zu den Profis von Fortuna Düsseldorf, wo er sich mit einem Tor beim Sieg gegen Bayern München im DFB-Pokal Legendenstatus verschaffte. Dass er sich dreimal die Kniescheibe brach, verhinderte zwar eine lange Laufbahn auf dem Spielfeld, doch mit seinem Ehrgeiz und seinem feinen Gespür für Talente fand er seinen Platz im Profifußball, landete 2016 als Chefscout bei Eintracht Frankfurt.

Dass er sich trotz aller Erfolge nun von dort verabschiedet, soll laut Frankfurter Rundschau an seinem angespannten Verhältnis zum neuen Sportvorstand Markus Krösche liegen. In Watford soll Manga mit seinem Team schon im Winter die Weichen stellen und die Mannschaft von Trainer Slaven Bilic so verstärken, dass sie ganz oben angreifen kann.

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