Jüchen : Neue Glocke für St. Pantaleon

Hochneukirch Die Pfarrgemeinde St. Pantaleon hat nach fünf Jahrzenten wieder eine Josef-Glocke. Das in Maria Laach gegossene Läutwerk wird am Mittwoch mit Musik und einem Umzug in Hochneukirch empfangen und gefeiert. Noch fehlt jedoch der Gemeinde das Geld für den Einbau der Glocke, deshalb wird sie vorerst im Kirchenraum aufgestellt.

Hochneukirch Die Pfarrgemeinde St. Pantaleon hat nach fünf Jahrzenten wieder eine Josef-Glocke. Das in Maria Laach gegossene Läutwerk wird am Mittwoch mit Musik und einem Umzug in Hochneukirch empfangen und gefeiert. Noch fehlt jedoch der Gemeinde das Geld für den Einbau der Glocke, deshalb wird sie vorerst im Kirchenraum aufgestellt.

Bis vor wenigen Jahren stand jedoch noch nicht einmal fest, ob die im Zweiten Weltkrieg zur Waffenherstellung eingeschmolzene Josef-Glocke jemals erneuert wird. Wilfried Obst vom Initiativkreis erinnert sich: "Bereits Anfang der 80er Jahre, damals war ich noch im Kirchenvorstand, wurde über das Glockengeläut nachgedacht".

Es seien sogar Gutachten erstellt worden. Doch das Glocken-Projekt scheiterte aus finanziellen Gründen. 2004 wurde schließlich ein Initiativkreis gegründet, der sich die Komplettierung der Kirchenglocken auf seine Fahnen schrieb. Gutachten des Bistums, die den historischen Wert der zwei noch vorhandenen Glocken bestätigten und die Baudynamik untersuchten, gaben den Ehrenamtlern Recht.

"Die Maria-Glocke und die St. Pantaleon-Glocke stammen aus dem Jahr 1448. Und im Turm war Platz für die fehlende dritte Josef-Glocke", erzählt Obst. Das weckte endgültig den Ehrgeiz des Initiativkreises.

Wilfried Obst, Hermann-Josef Schüller, Christel Rippen und Hans Günter Rüttgers vom Initiativkreis sammelten für die Glocke und bekamen 14 000 Euro zusammen. Bevor es jedoch los gehen konnte, wurden zahlreiche Angebote und die Statik des Kirchturms geprüft. Dann gab der Kirchenvorstand das Glockenprojekt in Auftrag. Über Thorsten Obst, der Theologie studiert, entstand der Kontakt zur Glockengießerei der Benediktiner in Maria Laach.

"Sie waren günstigsten - und als das Bistum Aachen seinen Segen gab, erhielten die Benediktiner den Auftrag", erzählt Obst. Nach der Auftragsvergabe haben die Hochneukircher mehrer Monate ungeduldig gewartet und zwischenzeitlich sich auch vor Ort nach dem Stand ihrer Glocke erkundigt. "Ein Glockenguss ist kein alltägliches Erlebnis, deshalb sind wir im März mit 60 Leuten zur Abtei Maria Laach gefahren und haben den Guss live erlebt", erzählt der 66-Jährige und zeigt Fotos der Glocke.

"Sie hat den Ton E 3, ist 1326 Kilogramm schwer und trägt die erste Strophe vom Josef-Lied und den Heiligen Josef als Gravur", erzählt der Hochneukircher stolz. Der Guss habe 16 000 Euro gekostet. Damit sei das Geld aufgebraucht. "9000 Euro fehlen uns für den Einbau", erklärt der Hochneukircher.

Damit muss ein Kran, ein Goch, das die Glocke trägt, ein Klöppel und ein neues Läutwerk, das drei Glocken steuert, angeschafft werden. Der Initiativkreis hofft darauf, dass er das Geld bis Weihnachten aufbringen kann, damit dann pünktlich zum Fest alle drei Glocken gemeinsam läuten können. Am Mittwoch wird aber erst einmal das Eintreffen der Glocke mit vier Musikkapellen gefeiert.

(NGZ)