NVV verlegt Erdgasleitung in Kleinenbroich: Neue Gasübernahmestation geplant

NVV verlegt Erdgasleitung in Kleinenbroich : Neue Gasübernahmestation geplant

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Planung nahm es in seiner jüngsten Sitzung zustimmend zur Kenntnis: Im Rahmen der Verlegung einer neuen Erdgasleitung im Kleinenbroicher Bereich - entlang der L 381 zwischen Kleinenbroich, Ecke Konrad Adenauer-Straße und dem Kaarster Ortsteil Weilerhöfe durch die NVV AG soll unweit des Weilerweges eine Gasübernahmestation installiert werden.

Wie der Technische Beigeordnete Reinhard Franken mitteilte, soll es der öffentlichen Versorgung mit Gas dient. Die Untere Landschaftsbehörde, so Franken, habe erklärt, dass bei entsprechender Kompensation des Eingriffs in die Natur keine grundsätzlichen landschaftsrechtlichen Bedenken bestehen. Die gesamte Baumaßnahme soll Ende August abgeschlossen sein.

Die NVV AG erläuterte den Begriff "Gasübernahmestation": Die Übernahmestation ist danach eine Gasdruck- und Messanlage. Dort übernimmt die NVV AG das Erdgas aus dem überregionalen Erdgasfernleitungsnetz in ihr eigenes Verteilernetz. Die Übernahmestation ist laut NVV notwendig, um die bezogene Erdgasmenge zu messen und den Überdruck zu reduzieren.

Am 1. Januar 1999 hat die NVV AG die Erdgasversorgung Kleinenbroichs von der Rhenag übernommen. Dieses Erdgasnetz wird von der Übernahmestation "Düppheide" im Norden Kleinenbroichs versorgt, reicht aber von der Kapazität nicht mehr aus. Alt-Korschenbroich wird bisher über eine Hochdruck-Gasleitung der NVV zur Gasdruckregelanlage Robert Bosch-Straße versorgt.

In den Ortsteilen Raderbroich und Pesch zeichnen sich Kapazitätsengpässe ab. Beide Probleme werden durch die neue Übernahmestation und das Verbinden der Hochdruckleitung behoben. Eine Erweiterung der Übernahmestation Düppheide brächte laut NVV keine Lösung, da von diesem Standort eine neue Hochdruck-Gasleitung in Richtung Alt-Korschenbroich zu bauen wäre.

Zudem sei keine optimale Trassenführung möglich, da sie quer durch Kleinenbroich gebaut werden müsste. Außerdem solle die neue Übernahmestation möglichst nahe am überregionalen Erdgasfernleitungsnetz liegen, um Beeinträchtigungen zu vermeiden. Das ausgewählte Grundstück liegt nahe der Weilerhöfe, es dauerte jedoch etwas, bis der Grundstückseigentümer bereit war, der NVV AG das passende Grundstück zu verkaufen.

Der gefundene Standort ist laut Betreiber durch seine geringe Entfernung (etwa 170 Meter) von der überregionalen Ferngasleitung und zur L 381 gut geeignet. Die Anzahl betroffener Dritter (Landwirte) sei gering und die unmittelbare Nachbarschaft zum bepflanzten Grundstück des Kreises Neuss sei vorteilhaft, so dass alle Vorbedingungen zum Bau der Übernahmestation an den Weilerhöfen erfüllt wurden. Wie Beigeordneter Reinhard Franken bestätigte, wurde das Einvernehmen der Stadt Korschenbroich mit der NVV zu dieser Baumaßnahme bereits hergestellt.

pm

(NGZ)
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