Halbzeitbilanz: DJK Novesia Neuss Neuausrichtung ist auf einem guten Weg

Neuss · Nach schwachem Saisonstart sieht’s für den A-Ligisten inzwischen besser aus. Den direkten Wiederaufstieg hat der Trainer zwar abgehakt, hat aber in der Rückrunde noch einiges vor.

Sylvain Marques trainiert die DJK Novesia Neuss.

Sylvain Marques trainiert die DJK Novesia Neuss.

Foto: FuPa

Sang- und klanglos stiegen die Fußballer der DJK Novesia im Sommer in die Kreisliga A ab. Zudem verließ Trainer Gabriel Bittencourt den Verein in Richtung Sparta Bilk. Sylvain Marques wurde daraufhin vom Co- zum Cheftrainer befördert.

Saisonverlauf An einen direkten Wiederaufstieg war bei der Novesia nicht zu denken. Schon gar nicht nach einem ziemlich misslungenen Saisonstart. In den ersten sieben Spielen kam der Absteiger gerade mal auf vier Zähler, anstatt im gesicherten Mittelfeld hinter der Spitze zu lauern, standen die Zeichen im Jahnstadion auf Abstiegskampf. Die Novesia bekam jedoch die Kurve. „Nach der 1:5-Niederlage gegen Mitabsteiger SV Uedesheim haben wir uns intern zusammengesetzt und besprochen, wie es weitergeht. Danach ging es bergauf“, erklärt DJK-Coach Sylvain Marques. Bis zu Winterpause musste seine Mannschaft nur noch eine Niederlage hinnehmen, so dass sich die DJK bis auf den siebten Tabellenrang nach vorne arbeiten konnte. Von einem Abstiegsplatz ist die Novesia bereits acht Zähler entfernt. „Wir wollen jetzt die Teams oben stören und zeigen, dass wir jeden in der Liga ärgern können“, lautet die Kampfansage des DJK-Trainers.

Das lief gut Den Abgang von Top-Stürmer Nico Lingweiler konnte die DJK problemlos kompensieren. Mit bereits 42 Saisontreffern stellt die DJK die drittbeste Offensive der Liga. „Vorne läuft es sehr gut, wir sind nicht von einem Spieler abhängig und vorne daher variabel“, meint Marques. Auch in schwierigen Phasen ließ sich das Team laut Sylvain Marques nicht aus der Ruhe bringen. „Die Mannschaft hat einen starken Zusammenhalt gezeigt und nie aufgegeben“, lobt Marques sein Team. Der Neuanfang der Novesia nimmt trotz Startschwierigkeiten die richtigen Formen an. „Wir haben einen jungen Kader mit viel Potenzial“, sagt Marques.

Das lief schlecht Während die Zahlen der Offensive denen eines Spitzenteams entsprechen, ist Sylvain Marques angesichts von 39 Gegentreffern mit der Defensivarbeit seiner Truppe alles andere als zufrieden. „Wir haben in einigen Spielen Punkte liegen lassen, weil wir zu leichte Gegentore kassiert haben“, erläutert er das Problem. Mit dem neuen Trainer kam auch ein neues System, samt neuer Taktik. Um diese zu verinnerlichen, brauchte die DJK Zeit, Sylvain Marques ist jedoch mit dem Fortschritt seines Teams zufrieden. „Unser Kader hat sich vor der Saison stark verändert. Jeder Spieler muss nun die Taktik verinnerlichen und auf den Platz bringen, daran müssen wir weiterarbeiten, auch wenn schon deutliche Verbesserungen zu sehen sind“, meint Marques.

Personal Sylvain Marques ist mit seinem Kader zufrieden, weshalb Karim Sikkal vom SV Hösel aktuell der einzige Winterneuzugang ist. Andre Oliveira Cristovao verließ den Verein, da er aus zeitlichen Gründen nur selten zur Verfügung stand, im Laufe der bisherigen Saison kam der 32-Jährige nur auf einen Einsatz. Vollständig beendet ist die Kaderplanung aber noch nicht. „Wir arbeiten zurzeit noch an einer großen Überraschung und hoffen, sie bald verkünden zu können“, sagt Marques.

Ausblick Die DJK startete früh in die Vorbereitung, bereits am 2. Januar ging es für das Team wieder auf den Rasen. In den ersten beiden Testspielen kassierte die Novesia gegen Sparta Bilk (0:6) und den SV Wersten (1:4) zwei deutliche Niederlagen. Dann folgten die Partien gegen den SV Oberbilk (1:1), den ETuS Bissingheim (2:1) und am Sonntag gegen die SF Vorst (1:4). Nun geht’s zu einem Trainingslager samt Spiel gegen den SV Viktoria Goch II (11. Februar). Im letzte Test geht’s gegen den SV Lürrip (19. Februar).

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort