Elephants Grevenbroich: Nachwuchs liegt dem Klub schwer am Herzen

Elephants Grevenbroich: Nachwuchs liegt dem Klub schwer am Herzen

Jetzt ist es offiziell: Auf der Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Zweite Basketball-Bundesliga am vergangenen Wochenende in Göttingen begrüßte Vorstandssprecher Martin Hornberger die vier Neulinge Cuxhaven Bascats, und Krefeld Panthers im Norden sowie den MTV Kronberg und den FC Bayern München im Süden als stimmberechtigte Mitglieder. Whitney Harris leistet für die Elephants Grevenbroich nicht nur als Center gute Dienste, sondern auch als Nachwuchs-Trainer. NGZ-Foto: M. Reuter Führte die U14 in die NRW-Liga: Coach Heather Estey. -->

Jetzt ist es offiziell: Auf der Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Zweite Basketball-Bundesliga am vergangenen Wochenende in Göttingen begrüßte Vorstandssprecher Martin Hornberger die vier Neulinge Cuxhaven Bascats, und Krefeld Panthers im Norden sowie den MTV Kronberg und den FC Bayern München im Süden als stimmberechtigte Mitglieder. Whitney Harris leistet für die Elephants Grevenbroich nicht nur als Center gute Dienste, sondern auch als Nachwuchs-Trainer. NGZ-Foto: M. Reuter Führte die U14 in die NRW-Liga: Coach Heather Estey. -->

Endgültig fest stehen mit Lok Bernau, TuS Lichterfelde (Norden) und dem TSV Ansbach (Süden) auch drei Absteiger in die Regionalliga. Weiter zittern müssen die BG Hagen, die ihr Teilnahmerecht inzwischen auf Phoenix Hagen übertragen hat, und Breitengüßbach. Diese beiden Klubs sind abhängig vom Ergebnis des Schiedsgerichtsverfahrens in Sachen des Erstligisten Mitteldeutscher BC. Derlei Sorgen bleiben den Elephants Grevenbroich zum Glück erspart.

Auf dem Weg nach oben hat der Zweitligist nun auch seinen Unterbau kräftig aufgepeppt. So haben im männlichen Bereich sowohl die U20 als auch die U14 erstmalig den Aufstieg in die NRW-Liga geschafft. Im ältesten Jugend-Jahrgang schafften die Elephants die Qualifikation für die höchste nationale Klasse durch einen 70:63-Erfolg (30:33) im entscheidenden Spiel gegen die BG Hagen. Dabei überzeugte das Team vor allem im kämpferischen Bereich.

Welchen Stellenwert die Mannschaft im Verein hat, zeigt der Blick auf die prominent besetzte Trainerbank. In der heißen Phase der Saison teilten sich Raphael Wilder, ansonsten zuständig für die Auftritte der Zweitliga-Truppe, und Whitney Harris, auf dessen Dienste als Center die Erstvertretung baut, die Verantwortung. Nicht unbedingt an ihre Leistungsgrenze gehen musste die U14 auf dem Weg in die NRW-Liga.

In der Qualifikation fertigten die Talente um Trainerin Heather Estey zunächst den überforderten Remscheider SV mit 123:18 (64:8) ab, im zweiten Match gelang ein ebenso deutlicher 110:35-Erfolg (57:20) über die BG Kamp-Lintfort. Dabei überzeugte zwar das gesamte Team, doch hob die Trainerin einen Akteur ganz besonders hervor.

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"Was Lukas Schierburg in den beiden Partien geboten hat, war das beste, was ich in diesem Alter jemals gesehen habe." Ebenfalls einen Schritt nach vorne machte die männliche U18 der Elephants. Vor heimischem Publikum schlossen die von Andrzej Sobieszuk betreuten Mannen das Turnier in heimischer Halle als Aufsteiger in die Regionalliga ab. Daran vermochten auch der FC Schalke 04 (84:64) und die BG Hagen (91:70) nichts zu ändern.

Trotz durchwachsener Leistungen, "das war heute nicht besonders toll", zog Sobieszuk zufrieden Bilanz: "Wir haben die Qualifikation geschafft, nur das zählt." Die Bestnoten bei den Elephants verdienten sich Phillip Sobieszuk, der in der Defensive rackerte und im Aufbau mit zündenden Ideen auffällig wurde, sowie Marco Krempf und "Kirmit" Al-Zaher, deren Einsatz in der Verteidigung überdurchschnittlich war.

Lange Gesichter zogen dagegen die Spieler der U16. Das von Heather Estey gecoachte Team war vielversprechend in die Ausscheidungsrunde zur Regionalliga gestartet. Gestützt auf Matthias Stamm und Ole Jacobs sprang im ersten Spiel gegen den Brander SV ein 79:65-Erfolg (44:30) heraus.

Aber im entscheidenden Duell mit dem Ausrichter ART Düsseldorf unterlagen die Elephants mit 47:90 (4:27). Obwohl eigentlich schon zur Pause alles verloren war, blieb Estey die Steigerung im zweiten Abschnitt nicht verborgen. "Die Jungs haben gekämpft bis zur letzten Sekunde", lobt sie. "Die Mannschaft kann trotz der Niederlage sehr stolz auf sich sein." Dirk Sitterle

(NGZ)
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