Leichtathletik: Nachtlaufsieger hatten Riesenvorsprung

Leichtathletik : Nachtlaufsieger hatten Riesenvorsprung

Der 37. Zonser Nachtlauf zog mehr als 1 700 Teilnehmer und über 1 000 Zuschauer an. So eng wie beim Start ging es beim Zieleinlauf aber nicht mehr zu, Doreen Floß und Sascha Dee sicherten sich mit je rund einer Minute Vorsprung den Sieg.

Den ersten Stau gab es bei der 37. Auflage des Nachtlaufs der SG Zons schon nach der zweiten Kurve. Auf dem engen Feldweg war eine Teilnehmerin ausgerutscht und verursachte damit kurzfristig Verzögerungen. Weil dies jedoch der einzige Zwischenfall bleiben sollte, die SG mit insgesamt 1 700 Läufern erneut an ihrem Rekord kratzte und sich bei milden Herbsttemperaturen nahezu alle Athleten von der Strecke begeistert zeigen, konnte Organisationsleiter Klaus-Peter Hofstadt zufrieden und erschöpft feststellen: "Die Veranstaltung war einmal mehr ein voller Erfolg."

Ungezählte Stunden hatten er und die rund 170 anderen Helfer investiert, um den Sportlern ein einzigartiges Ambiente zu liefern. Über 500 Kerzen, 250 Fackeln und Scheinwerfer wurden auf der 11 263 Meter langen Strecke mitten durch die Zollfeste platziert, an der mehr als 1 000 Zuschauer die Sportler anfeuerten. Bei Kilometer zehn wurden sie von einer südamerikanischen Sambagruppe sogar noch einmal extra für den Zieleinlauf motiviert. Sascha Dee, Sieger der Männerkonkurrenz, fasste zusammen: "Super Lauf, tolle Strecke. Ich bin gut aus den Startlöchern gekommen, vor allem in der Altstadt war die Stimmung dann einfach nur gigantisch. Die Leute haben uns richtig gefeiert."

So wenig Platz wie beim Start oder in der Innenstadt hatte er beim Zieleinlauf im Heidestadion freilich nicht mehr. Der für die SFD Düsseldorf gestartete Läufer hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits fast eine Minute Vorsprung erlaufen. Am Ende kam er in 37:31 Minuten ins Ziel, genau 51 Sekunden vor Paul Schmiejka (PSC-Triathlon). Dritter wurde mit wiederum mehr als einer Minute Abstand der für die Aachener TG startende Neusser Richard Wilke (39:48). Der gewann einen spannenden Zweikampf gegen den Dormagener Carl-Philipp Heising, den — wie eigentlich bei jedem Mittelstreckenlauf in Rhein-Kreis und Umgebung — viele im Vorfeld als Favoriten auf dem Zettel hatten.

Heisings nicht minder erfolgreiche Bayer-Vereinskameradin Tanja Spill landete bei den Frauen in 44:07 Minuten auf Rang zwei, gegen sie erlief die Siegerin Doreen Floß von der TG Neuss sogar 66 Sekunden Vorsprung. Auch die Gesamtdritte kam von der TG, Franzi Maschke reihte sich in 45:58 Minuten auf dem Treppchen ein. Bereits im Vorfeld wurden die rund 340 Starter über fünf Kilometer auf die Reise geschickt, womit die Rekordmarke des Vorlaufs geknackt wurde. Hier setzten sich Jonas Müller (Käthe Running Team) in 17:16 Minuten und die erst 13 Jahre alte Johanna Esser (TSV Bayer Dormagen) in 21:14 Minuten durch.

Klaus-Peter Hofstadt hatte mit seinem Team auf die altbewährte Strecke gesetzt. "Die steht eigentlich seit Jahren fest. Wir nehmen nur noch kleine Optimierungen vor, um den Straßenverkehr so wenig wie möglich zu behindern", sagt er. In Zusammenarbeit mit der Polizei wurden Altstadt und viele Straßen im und um den Ort teilweise über eine Stunde gesperrt. Hofstadt: "Das ist in Zons aber überhaupt kein Problem. Die Bürger haben großes Verständnis dafür, viele sind ja sowieso aktiv oder als Zuschauer beim Nachtlauf dabei."

(cpas)
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