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Nachhaltigkeit ist SV Bedburdyck/Gierath wichtiger als schneller Erfolg

Fußball : Nachhaltigkeit ist wichtiger als schneller Erfolg

In der Saison 2019/2020 bewahrte den SV Bedburdyck/Gierath wohl nur der Corona-Abbruch vor dem Abstieg. In dieser Spielzeit verhinderte vor allem die Verletztenmisere ein besseres Zwischenergebnis.

Die in der Kreisliga A spielenden Fußballer des SV Bedburdyck/Gierath hatten sich im Sommer neuaufgestellt und konnte zu Beginn der Saison die ersten Lorbeeren ernten. Eine Verletztenmisere stoppte dann aber den ersten Aufschwung.

Saisonverlauf Jürgen Steins, der das Team 2016 noch in die Bezirksliga führte, kehrte auf die Position des Cheftrainers zurück. Mit ihm kamen Felix Eßer, Maxi Schüller, Erol Dzaferi, Besart Jashari und Pasqual König – fünf wichtige Neuzugänge, die die Qualität des Teams enorm steigerten. Aus den ersten fünf Begegnungen holte der SV Bedburdyck/Gierath vier Siege. Nur gegen Hoisten musste der SV eine bittere 2:3-Pleite einstecken. Gegen Ende ging es dann bergab. Es folgten Niederlagen gegen Grimlinghausen (0:2), Rosellen (1:2) und ein 5:7 gegen Stürzelberg. „Wir mussten ohne sechs, sieben Stammkräfte auskommen, das hat uns einige Punkte gekostet“, erklärt Trainer Jürgen Steins.

Das war gut Im Vergleich zur Vorsaison, in der der SV Bedburdyck/Gierath ohne den coronabedingten Abbruch vermutlich abgestiegen wäre, änderte sich im Sommer einiges. Jürgen Steins brachte den SV auch dank der wichtigen Neuverpflichtungen zurück in die Spur. „Wir haben enorm von den Neuzugängen profitiert. Die Qualität hat sich gesteigert“, so Steins. Besonders imponiert hat ihm, wie sich die neuformierte Truppe gefunden hat. „Der Zusammenhalt, der Ehrgeiz und der Wille ist beeindruckend“, lobt Steins.

Das war schlecht Der ehrgeizige Coach sieht bei seinen Jungs aber trotzdem noch viel Verbesserungsbedarf. „Wir müssen an der taktischen Abstimmung im Spiel gegen den Ball arbeiten. Wir müssen als Mannschaft verteidigen. Die Kompaktheit hat uns gefehlt“, moniert Steins. Zudem ist Qualität in der Breite des Kaders noch nicht ausreichend. Die zahlreichen Ausfälle konnte das Team vor dem Abbruch nicht mehr kompensieren. „Wir können eine gute Kreisliga A-Mannschaft sein“, glaubt Steins, der aber sagt: „Dafür brauchen wir alle Mann.“

Personal Die Verletztenmisere dürfte sich durch die lange Pause erledigt haben. Lediglich David Jäger wird beim Restart vermutlich noch nicht hundertprozentig einsatzfähig sein. Einen Neuzugang konnte der Klub aber bereits vermelden: Daniel Lipperson kehrt nach Gierath zurück. „Er wird uns mit seiner Erfahrung weiterhelfen“, ist Steins überzeugt.

Ausblick Das eigentliche Ziel, ein einstellige Tabellenplatz, wird erst mal zurückgestellt. Der langfristige Aufbau steht im Vordergrund. „Wir wollen eine gute A-Liga-Truppe sein und attraktiven Fußball spielen“, so Steins. Aufgrund der begrenzten Zeit sei es aber schwierig, die Mannschaft konditionell und individuell gleichmäßig zu fördern. Deshalb räumt Steins seiner Truppe mehr Zeit ein. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns, aber ich bin guter Dinge.“