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Korschenbroich: Nach Unfällen: Ampel ist wieder in Betrieb

Korschenbroich : Nach Unfällen: Ampel ist wieder in Betrieb

Seit Jahren "kracht" es immer wieder auf der Kreuzung der Landstraßen 361, 382 und 390 nördlich des Hoppbroichs bei Herrenshoff, werden Menschen verletzt. Am Wochenende ereigneten sich dort gleich zwei folgenreiche Unfälle.

Am Sonntagmorgen waren auf der Kreuzung zwei Autos zusammengestoßen. Zwei Menschen wurden schwer, zwei leicht verletzt (NGZ berichtete). Die Ampel war zu diesem Zeitpunkt defekt — Folge eines anderen Verkehrsunfalls.

Am Samstagabend war eine 31 Jahre alte Kaarsterin auf der L 382 unterwegs und verlor laut Polizei aus noch nicht geklärter Ursache die Kontrolle über ihr Fahrzeug, prallte gegen ein Verkehrszeichen und dann gegen einen Ampelmast. Sie wurde leicht verletzt. Die Polizisten bemerkten bei der Frau eine deutliche Alkoholfahne. Nach eigenen Angaben stand die Kaarsterin auch unter dem Einfluss von Medikamenten. Ihr Führerschein wurde sichergestellt.

Nach dem Unfall war die Ampelanlage nicht mehr funktionstüchtig. Laut dem Landesbetrieb Straßen NRW war ein Reparaturteam in der Nacht vor Ort. Da jedoch ein erforderliches Teil gefehlt habe, sei die Anlage erst am Sonntag gegen 14 Uhr wieder in Betrieb gegangen.

Trotz der Verkehrsunfälle sei die Situation "für die Größe dieser Kreuzung unauffällig", erklärt Polizeisprecher Hans-Willi Arnold. Im vergangenen Jahr hätten sich dort zwei größere Unfälle mit einem Leichtverletzten ereignet, 2009 drei mit zwei Schwer- und sechs Leichtverletzten. "In früheren Jahren gab es an der Kreuzung mehr Unfälle vor allem beim Abbiegen. Diese Zahl ist aber zum Glück gesunken", erläutert Arnold.

Gleich sechs Menschen wurden im Herbst 2009 bei einem Verkehrsunfall verletzt, bei dem laut Polizei ebenfalls die Ampel ausgefallen sei. Und im Oktober 2008 hatten Vandalen die Signalanlage außer Gefecht gesetzt — mehrere Tage dauerte die Reparatur. "Wenn eine Ampel ausgefallen ist, gelten die an der Kreuzung stehenden Verkehrszeichen. Gibt es die dort nicht, gilt rechts vor links", erklärt Polizeisprecher Hans-Willi Arnold.

(NGZ)