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Nach Olympia-Aus: Alexandra Höffgen hat Ruder-Akku wieder aufgeladen

Nach Olympia : Alexandra Höffgen hat Ruder-Akku aufgeladen

Die Ausdauerathletin des Neusser RV ist nach ihrem Olympia-Aus zurück im Training. Aber fürs Erste steht das Masterstudium im Vordergrund.

Alexandra Höffgen kommt direkt auf den Punkt: „Ich bin wieder da!“ Aber weil die  Maschinenbauingenieurin auf Präzision geeicht ist, fügt sie erklärend hinzu: „Also soll heißen: zurück im Training.“ Denn wirklich weg war die bald 28-Jährige natürlich nicht. Nach der mit dem Deutschland Achter im Mai so unglücklich verpassten Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio hatte sich die Ruderin des Neusser RV nur einfach mal eine längere Pause gegönnt, „in der ich mich wieder richtig erholen und Kraft tanken konnte. Denn die letzten Monate und Jahre, die ich auf die olympischen Spiele hingearbeitet habe, waren sehr anstrengend.“

Ihr Sommer stand darum ganz im Zeichen aktiver Regeneration. Und da die Akkus aufs Neue aufgeladen sind, „trainiere ich wieder, fahre Rennrad, geh laufen, schwimmen – und auch rudern steht wieder auf dem Plan.“ Allerdings nicht mehr am Bundesstützpunkt am Seekrug in Potsdam, sondern daheim in Neuss. „Die Herbstsaison steht vor der Tür und ich freue mich auf die Landesmeisterschaften sowie die Deutschen Sprint-Meisterschaften, die im Oktober anstehen.“ Attraktiv sind diese Regatten für sie vor allem deshalb, weil keine Renngemeinschaften erlaubt sind, also nur reine Vereinsboote an den Start gehen. „Ich trainiere wieder im Neusser Hafen und freue mich sehr auf die Regatten mit den anderen Mädels vom NRV.“

 Zurück aufs Wasser: Alexandra Höffgen freut sich auf die im Herbst anstehenden Regatten.
Zurück aufs Wasser: Alexandra Höffgen freut sich auf die im Herbst anstehenden Regatten. Foto: www.alexhoeffgen.de
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Im Oktober nimmt sie an der Technischen Universität Dortmund auch ihr wegen der Sommerspiele unterbrochenes Masterstudium wieder auf – und zwar Vollzeit. „Im nacholympischen Jahr wird den Athleten Zeit zum Studieren eingeräumt, auch wenn die Kombination schwierig bleibt.“ Darauf legt die Vize-Europameisterin von 2020 nun ihren Fokus, kehrt darum auch ans Ruderleistungszentrum am Ems-Kanal in Dortmund zurück. „Sven Ueck ist unser neuer, alter Trainer, da Tom Morris sich aus familiären Gründen dazu entschlossen hat, in Australien zu bleiben. Sven ist Toms Vorgänger und übernimmt den Frauen-Riemen-Bereich.“ Zudem bleibt der Stützpunkt nicht in Potsdam, sondern alle Disziplinen bei den Frauen werden in Berlin zentralisiert. „Das sind schon mal die ersten Maßnahmen der anstehenden Umstrukturierung im DRV. Da wird bestimmt noch mehr passieren, aber das zeigt sich mit der Zeit.“ Ihr persönliches Programm steht längst: „Ich arbeite erstmal an meiner Fitness, um mich für die nächste Saison empfehlen zu können.“

Im Moment ist sie halt einfach glücklich, wieder zu Hause zu sein. „Ich freue mich wirklich mega auf die Herbst-Regatten, die familiäre Stimmung im Verein und darauf, viele Freunde wiederzusehen.“