Jüchen : Musiknacht mit Lasershow

Zu ihrer größten Musikveranstaltung in diesem Schuljahr lud die Realschule Jüchen ein: 130 Mitwirkende machten den "Sommernachtstraum" mit Musik, Licht und Laser wahr – 480 Zuhörer kamen.

Von Sommerwetter konnte keine Rede sein – und das Organisationsteam der Realschule wurde auf eine harte Probe gestellt: Das diesige Wetter zwang am Morgen vor der Aufführung dazu, völlig umzuplanen. Eigentlich war eine Freilichtbühne im Innenhof der Realschule vorgesehen. Nun fanden sich stattdessen die fast 500 Gäste im Forum der Schule ein.

Stimmung kam aber auch dort beim größen Konzert der Realschule in diesem Schuljahr auf, ein großes Helferteam wirkte beim Event mit. Beeindruckende farbige Licht- und Laserstrahlen glitten durchs Forum, Orchester und Chöre sorgten mit ihrer Musik für sommerliche Romantik – wenn es schon mit dem Wetter draußen nicht klappte. Das Konzert stand wieder unter dem Motto "Sommernachtstraum", das Thema hatte bereits 2010 unter den Zuschauern für Begeisterung gesorgt: "Schon im vergangenen Jahr haben mir einige Gäste ihr Wiederkommen versichert", erinnert sich Matthias Regniet, Musiklehrer und Organisator der Veranstaltung.

Eröffnet wurde der "Sommernachtstraum" von einem Orchester-Zusammenschluss: Junge Musiker des Streichorchesters der Musikschule ProMusica und der Musikschule des Rhein-Kreises Neuss leiteten den Abend mit der "Ankunft der Königin von Sheba" ein. Dem Stück von Händel folgte "Im Waldesschatten", zu dem die Chorklasse 6a hinzustieß. Die Streichorchester unter Leitung von Karin Grahl waren nicht die einzigen Auswärtsgäste: Der Frauenchor Coro piccolo aus Brilon sowie der Männerchor MGV "Cäcilia" aus Wevelinghoven waren dabei. Besonders die a capella vorgetragenen Soli führten zu gespannter Stille auf den Zuschauerrängen.

Das Stück "You'll be in my heart" aus dem Musical "Tarzan" sorgte ebenfalls für Begeisterung. Schließlich hatten sich drei mutige Solisten auf die Bühne getraut: Justin Wagner, Tim Brömme und Silvia Coppes sind alle Mitglieder der Chorklasse 6a und sangen, während die Zuschauer von Laserformationen in Herzform umfangen wurden. Auch die Jüngsten der Schule waren dabei: Die Chorklasse der 5a entführte, einheitlich in weiß gekleidet, das Publikum mit dem "Tanzlied aus Poniki" nach Slowakien.

Nicht nur Nachwuchssänger hatte die Schule zu bieten: Daniel März aus der achten Stufe spielt seit dem neunten Lebensjahr Gitarre. Er kann bereits einige große Auftritte verbuchen. Beim Konzert beeindruckte er mit Vielfalt: Sowohl das jazzige Stück "One note samba" als auch der Popsong "Here comes the sun" von den Beatles gehören zu seinem Repertoire. Nach dem großen Finale mit "You raise me up" war Musiklehrer Regniet erschöpft, aber zufrieden: Zwar habe die Atmosphäre des Innenhofes gefehlt, jedoch "haben wir seit 2010 eine Weiterentwicklung geschafft."

(NGZ)