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Motorsport: Moto-Cross: Team USA testet in Gustorf

Motorsport : Moto-Cross: Team USA testet in Gustorf

Der Moto-Cross- Kurs in Gustorf, Heimat des MSC Grevenbroich, ist ein echtes Sahnestück. Das hat sich längst auch jenseits des großen Teichs herumgesprochen, und so wird die bestens präparierte Sandstrecke auf der Königshovener Höhe in diesen Tagen nicht nur von der deutschen Nationalmannschaft, sondern auch vom erfolgsverwöhnten Team USA zur Vorbereitung auf die Mannschaftsweltmeisterschaft am Wochenende im belgischen Lommel genutzt.

In Nachbarland schicken 32 Nationen ihre stärksten Fahrer ins Titelrennen. Einen Sonderstatus nehmen dabei die vom fünfmaligen Weltmeister Roger DeCoster angeführten US-Boys ein: Seit 1947 wanderte die WM-Trophäe 22 Mal in die Staaten, zuletzt gar siebenmal in Serie. Die für Lommel nominierten Ryan Dungey, Justin Barcia und Blake Baggett sind in den USA, wo Moto-Cross einen deutlich höheren Stellenwert besitzt als hierzulande, absolute Stars, zeigen ihre spektakulären Flüge im Rahmen der Indoor-Supercross-Serie nicht selten vor bis 70 000 Zuschauern.

Konkurrenz könnten sie in diesem Jahr vom Team Germany bekommen. Die Experten halten jedenfalls große Stücke auf die Jungs von Teamchef Hubert Nagel. Im Weilheimer Max Nagl (Wohnort Lommel) und Marcus Schiffer (MSC Grevenbroich) stehen gleich zwei erklärte Spezialisten für Sandkurse im Kader. Dazu kommt der Thüringer Ken Roczen. Der 18 Jahre alte Senkrechtstarter hatte sich im Vorjahr die MX2-Weltmeisterschaft in der Klasse bis 250 Kubikzentimeter geholt und sorgt seither in den USA für Furore.

Nach dem sensationellen dritten Platz 2010, der erste Sprung einer deutschen Mannschaft aufs Podium in Nordamerika, ist Hubert Nagel optimistisch gestimmt: "Wir sind in diesem Jahr so gut aufgestellt wie noch niemals zuvor. Mit Ken auf der 250er-Maschine haben wir die bestmögliche Besetzung und auch Marcus und Max auf den 450ern sind optimal vorbereitet. Wir haben gute Chancen, aufs Podium zu kommen."

Ins gleiche Horn stößt Max Nagl: "Da ist für uns was drin, Marcus, Ken und ich sind sehr gute Sandfahrer. Und Lommel ist ja fast meine Heimstrecke." Ken Roczen ergänzt: "Unser Team ist in Lommel fast zu Hause. Ich bin dort schon viele Rennen gefahren und war auch während meiner Zeit in den USA oft zum Trainieren dort." Voller Tatendrang ist Marcus Schiffer: "Das ist für mich das absolute Highlight. Ich bin einfach nur glücklich, wieder im Team dabei zu sein. Wir haben die Chance, aufs Podium zu fahren, und ich werde alles geben, um meinen Beitrag zu leisten. Hoffentlich sind ganz viele deutsche Motocross-Fans an der Strecke."

(NGZ/rl)