Ergebnis der Ortsbegehung: Morsche Fenster - ein trüber Spiegel

Ergebnis der Ortsbegehung : Morsche Fenster - ein trüber Spiegel

Von Ruth Wiedner

Von Ruth Wiedner

Die Wunschliste der Anwohner in Liedberg, Drölsholz, Steinhausen und Steinforth-Rubbelrath ist überschaubar. "Allerdings dulden einige der Punkte keinen Aufschub", fasste Harry Pfeifer das Ergebnis der Ortsbegehung zusammen. Seit Jahren ist es im CDU-Ortsverband guter Brauch, dass der Vorstand den Bürgern diese Möglichkeit der Kontaktaufnahme vor Ort anbietet.

Während Pfeifer die Punkteliste in der Ratsfraktion thematisieren wird, wurden Wünsche und Mängel von einem städtischen Mitarbeiter für die Verwaltung protokolliert. Mit sorgenvollen Blicken nahm der Tross um Harry Pfeifer dann auch die Alte Schule in Augenschein. Die Fenster sind alle so morsch, dass man schon fast mit der Hand dazwischen greifen kann.

"Dort muss dringend etwas geschehen, die Reparatur duldet keinen Aufschub", waren sich dann auch Pfeifer, der erstmals für den Stadtrat kandidiert, und Ratsmitglied Reinhard Brieske einig. Um die desolate Finanzsituation der Stadt wissend, meinte Pfeifer gegenüber der NGZ: "Vielleicht besteht die Möglichkeit, dass die Stadt die Fenster liefert und die Dorfgemeinschaft den Einbau übernimmt."

Zudem wird der Ortsverbands-chef Kontakt mit dem Rhein-Kreis aufnehmen. Anlässlich der Landesgartenschau wurde für die K 11 ein Fahrradverbotsschild aufgestellt, aber mittlerweile wieder abgebaut. "Die K 11 bietet ein hohes Gefahrenpotenzial, wir möchten, dass der Kreis das Verbotsschild wieder aufstellt." Verletzungsgefahr droht auch den Jungen und Mädchen, die den Spielplatz in Liedberg nutzen. Der Sandkasten ist mittlerweile so verrottet, dass Nägel und Schrauben freigelegt wurden.

Als positiv konnte der Ortsverbandsvorstand hingegen die Spielplatzsituation in Steinhausen bewerten. "Die Anlage, die vor zwei Jahren angelegt wurde, wird von allen gut angenommen." Damit auch der Kindergarten und die Grundschule eine Zukunft haben, ist der Ortsverband bestrebt, Baulücken zu schließen und neue Wohnbereiche wie beispielsweise im Bereich Wasserweg/Loosbenden auszuweisen.

"Eine neue Wohnbebauung garantiert den Erhalt der Infrastruktur des Ortes", erklärte Pfeifer während der Begehung. Eine städtebaulich sinnvolle Aufwertung verspricht sich Pfeifer auch von der geplanten Bebauung für die von-Randerath-Straße. Die kurzfristige Umsetzung würde - aus Sicht des Ortsverbandschef - ebenfalls zum langfristigen Erhalt der Infrastruktur beitragen können.

Der Verkehrsspiegel an der Straße Steinhausen visa vis des Wasserweges ist mittlerweile so trüb, dass eine verlässliche und damit verkehrssichere Einsicht nicht mehr gegeben ist. Was dort zu tun ist, soll zeitnah mit dem städtischen Tiefbauamt abgesprochen werden.

Auf einen weiteren Gefahrenpunkt wurde der Ortsverbandsvorstand an der Jahnstraße/Einfahrt zum Hoppbruch aufmerksam gemacht. "Das Gitter zur Kanalöffnung des westlich des Sportplatzgeländes verlaufenen Entwässerungsgrabens muss dringend mit einem Schloss gesichert werden", skizzierte Pfeifer den Gefahrenpunkt. "Wir dürfen nicht abwarten, bis sich Kinder, die das Abenteuer suchen, verletzen."

Bereits im vergangenen September wurde bei der Ortsbegehung die fehlende Markierung der Parkplatzanlage vor dem Sportheim Steinhausen bemängelt. Passiert ist seither nichts. Jetzt drängt die CDU darauf, "dass sofort gehandelt wird".

Einig war sich der Vorstand auch: Die von der Stadt vor eineinhalb Jahren angelegten Pflanzbeete in Drölsholz an der "Lügenecke" könnten ansehnlicher gestaltet werden. Pfeifer hofft, Anlieger für Patenschaften zu gewinnen, die die Pflege der Beete ehrenamtlich übernehmen.

(NGZ)
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